BIM | Datenblatt Formate und IFC

Datenblatt Formate und IFC

Themenfeld 5 · Liefern · Stand 09/2026, Prüftag 11.08.2026, einzelne Angaben 12.08., 18.08. und 16.09.2026

Dieses Blatt beantwortet eine Frage: Was transportiert ein Format, was kann es nicht, und woran prüft man das. Es hält die Tabellen, Klassen, Felder und Zählungen des Themenfelds an einem Ort, jede mit Fundstelle und Prüfdatum, damit man sie in eine Bieterfrage, in den Abwicklungsplan oder in eine Lieferliste übernehmen kann.

Die Herleitung steht auf den fünf Seiten dieses Themenfelds, Begriffe stehen im BIM-Lexikon. Versions-, Ausgabe-, Produkt- und Preiszeilen stehen im Blatt „Versionen und Stände“ auf der Übersicht BIM; wo eine Aussage den Stand braucht, steht die Zahl an beiden Orten.


Empfänger Wer was bekommt, und welches Fach ein Format hat

Was giltDie erste Frage gilt dem Empfänger: Welches Format liest er ein? Wörtlich: „Vor der Datenübergabe muss abgestimmt werden, welches Format der jeweilige Datenkonsument einlesen kann. Dabei sollte nach Möglichkeit die höchste kompatible Version verwendet werden, um möglichst genaue Modellbeschreibungen zu übergeben.“1
Seit wannImplementierungs-Leitfaden zur einheitlichen Nutzung von ISYBAU-Datenformaten, 1. überarbeitete Auflage vom 13.11.2025. Herausgeber ist der BVBS, ein Branchenverband der Bausoftware; das Papier ist ein Arbeitsgruppenpapier, kein Behördendokument
FundstelleAbschnitt 11 „ISYBAU-Versionen“, Seite 11; die Alltagsbeschreibung zu PDF- und DXF/DWG-Plänen steht in Abschnitt 1
PrüfstandVolltext geprüft am 11.08.2026, einzelne Angaben am 12.08.2026. Für den kommunalen Kanalaustausch ist das die einzige öffentlich abrufbare Fundstelle dieser Dichte; ein zweites Dokument war nicht auffindbar

Sieben Arten von Empfängern

Die Tabelle nennt je Empfängerart, was gebraucht wird, was üblich oder gefordert ist und wie fest der Beleg steht. Die letzte Spalte trennt Beleg und Einschätzung, weil zwei Zeilen auf einer Einschätzung beruhen.

EmpfängerWas er wirklich brauchtÜbliches oder gefordertes FormatBeleglage
Auftraggeberprüfbare Modelle zum vereinbarten ZeitpunktIFC plus BCF, dazu PDF oder Office-Dateien für alles, was Dokument bleibtbelegt: IFC in allen acht Anwendungsfall-Tabellen, BCF in dreien, dazu ein Landesleitfaden und eine AIA-Vorlage2
Prüfstelle und GenehmigungPläne; ein Modell erst, wenn der Genehmigungsprozess als Anwendungsfall vereinbart istPDF und DXFFormat belegt: Anwendungsfall 080, Liefergegenstand „Pläne“; die Zuordnung zum Empfänger ist eine Einordnung dieser Recherche2
VermesserPunkte, Gelände, BruchkantenLandXML für das Geländemodell, E57, TIFF, LAS und D58 für Messdatenbelegt: Anwendungsfälle 010 und 0302
Leitungsträgerdie Lage seiner Sparte, meist als Auskunft an ihn herausuneinheitlich, Regelfall ist die PDF-AuskunftEinschätzung: Eine bundesweit einheitliche Formatvorgabe war am 11.08.2026 nicht auffindbar
Bauunternehmenwas Kalkulation und Absteckung brauchenin der Praxis PDF und DXF oder DWG, im Kanal das Kanalaustauschformatbelegt: Leitfaden vom 13.11.20251
MaschinensteuerungGelände und Sollhöhen, sonst nichtsLandXML, DXF und herstellereigene FormateEinschätzung: Herstellerangaben zur Verbreitung, keine Erhebung
BetreiberBestandsdaten in seiner DatenbankKanal: das ISYBAU-Austauschformat Abwasser in der Version, die sein System liest. Straße: OKSTRA beim Bundbelegt für den Bund, für Kommunen nicht auffindbar3

Rahmendokument Datenmanagement, Tabellen 1 bis 8, und der Leitfaden vom 13.11.2025. Geprüft 11.08.2026, nachgeprüft 12.08.2026.

Offen, halboffen, nativ

Drei Fächer bilden die deutsche Lage genauer ab als zwei, weil die übliche Zweiteilung kein Fach für DXF hat. Die Einteilung ist eine eigene Setzung und beschreibt keine Rangfolge.

FachWoran man es erkenntBeispieleWas das für die Lieferung heißt
OffenSpezifikation öffentlich, ein Gremium pflegt sieIFC, BCF, LandXML, OKSTRA, ISYBAU XML, GAEB, CityGML, E57, LASaufbewahrbar, durch Dritte prüfbar, verhandelbar
Halboffenveröffentlicht, aber ein Hersteller entscheidet über die WeiterentwicklungDXF, Shapekommt überall an, altert nach dem Takt eines Herstellers
Nativkeine veröffentlichte Spezifikation, an Produkt und Version gebundenDWG, RVT, die Formate der PrüfprogrammeArbeitsformat. Als Lieferung nur zusätzlich, nie allein

Einteilung eigene Setzung. Beispiele und Begründung nach Rahmendokument Datenmanagement, Abschnitt 6.2

Die Begründung für die letzte Spalte kommt vom Auftraggeber selbst: „… kommen für eine Langzeitspeicherung und -archivierung nur offene, neutrale und gut dokumentierte Datenformate infrage. … Geschlossene, binäre Datenformate dagegen sind sehr häufig schon nach wenigen Jahren nicht mehr weiterverwendbar, da sie in der Regel an Softwareprodukte gebunden sind.“2

Wo DWG in dieser Ordnung steht

In keiner der acht Anwendungsfall-Tabellen und auch nicht in der Formatübersicht der Tabelle 9 steht DWG als Lieferformat; dort steht durchgehend DXF, geführt als offenes Austauschformat mit dem Anwendungsbereich CAD.2 Einen Eigenschaftssatz im Sinn einer Informationslieferung kennt DWG nicht, dafür ist keine Primärquelle auffindbar, das ist eine Einschätzung.

Eine vom Hersteller veröffentlichte DWG-Spezifikation war am 11.08.2026 nicht auffindbar; veröffentlicht ist die DXF-Referenz desselben Herstellers, dazu eine durch Rückbau erstellte Teilspezifikation einer Herstellervereinigung.4 DWG bleibt trotzdem das Arbeitsformat und ist als Beigabe zu einer Lieferung zugelassen.

Die sechs Formate im Steckbrief

Die vierte Spalte ist die wichtigste, weil sie die Grenze der Lieferung beschreibt. Versions- und Ausgabestände fehlen bewusst, sie altern schneller als der Text.

FormatHerausgeberWas es transportiertWas es strukturell nicht kannWer es fordert
IFCbuildingSMART InternationalBauteile mit Geometrie und Merkmalen, Klassifizierung, Eigenschaftssätze, räumliche Struktur, Georeferenz; in der Tiefbau-Version auch Achse, Verkehrsanlage, Schicht, Abtrag und Auftragnative Konstruktionslogik und Weiterbearbeitung. Eine Abgabe, keine Arbeitsdatei. Der Tunnel fehltder Bund in allen acht Anwendungsfall-Tabellen, ein Landesleitfaden, eine AIA-Vorlage
LandXMLLandXML.org, ein IndustriekonsortiumPunkte, Geländeoberflächen, Achsen mit Übergangsbögen, Gradienten, Querschnitte, RohrnetzeObjektsemantik, Bauteilhierarchie, Volumenkörper; Zusatzangaben nur als lose Name-Wert-Paare ohne Katalogder Bund für Geländemodelle
OKSTRAOKSTRA-Pflegestelle im Auftrag von Bund und LändernFachdatenmodell mit XML-Austausch für Netz, Ausstattung, Entwurf, Bauwerke und Bestandsdaten der Straßeein Bauwerksmodell aus Bauteilender Bund für die Straßenbaulast des Bundes
ISYBAU-Austauschformat AbwasserBaufachliche Richtlinien Abwasser5Kanalnetz als Knoten und Kanten, Stammdaten und Zustandsdateneine Pflichtkennung je Objekt; identifiziert wird über Bezeichnung und Objektart, das Kennungsfeld LISA-GUID ist bei den Kanalobjekten optional, nur bei Geo-Punktobjekten Pflichtder Bundesbau für seine Liegenschaften, in der Praxis viele Kommunen
GAEB DA XMLGemeinsamer Ausschuss Elektronik im BauwesenLeistungsverzeichnis, Mengen, Preise, die Phasen des VergabeaustauschsGeometrie und Modellbezug außerhalb der Katalogzuordnungder Bund im Anwendungsfall 110
DXFAutodesk, Referenz veröffentlichtGrafik: Linien, Flächen, Text, LayerEigenschaftssatz und Bauteillogikder Bund für Pläne, Bestandspläne und Katasterdaten

Herausgeberangaben und Formatzeilen geprüft 11.08.2026.6 Versionsstände im Blatt „Versionen und Stände“.

Sechs weitere Formate stehen in Ausschreibungstabellen, ohne ein Fachmodell zu enthalten.

FormatWas für die Formatwahl zählt
BCFkein Modellformat, sondern ein Vorgangsformat; in drei der acht Anwendungsfall-Tabellen (010, 030, 050), in der Formatübersicht zusätzlich als offenes Austauschformat für die Modellkoordination
E57, LAS und LAZMessdaten, keine Objekte. E57 und LAS führt der Bund für Vermessungsdaten, LAZ nicht
ALKIS und NAS„DXF, NAS“ für das Liegenschaftskataster. Wer DXF nimmt, hat die Fläche, nicht die Objekte
CityGMLStadtmodell als Kulisse. Für den Tiefbau keine Planungsgrundlage
XPlanGMLRandbedingung. Der Bebauungsplan kommt so herein, das Modell nicht zurück
GeoPackage und Shapeüblich für Vektordaten von Leitungsträgern und Kataster, ohne Bauteillogik

BCF, E57 und LAS, NAS und CityGML aus den Anwendungsfall-Tabellen des Bundes; LAZ, XPlanGML, GeoPackage und Shape stehen dort nicht, ihre Einordnung ist eigen. Geprüft 11.08. und 16.09.2026.2

Elf Formatzeilen aus den Anwendungsfall-Tabellen

Das Rahmendokument kürzt den Anwendungsfall mit „AwF“ ab, die Zahl dahinter ist seine Nummer. Es gilt für Bundesfernstraßen und bindet kommunale Auftraggeber nicht. Die acht Tabellen führen zusammen rund vierzig Zeilen, von denen hier elf stehen; die Tabelle zum Anwendungsfall 040 für die Visualisierung wird für die Formatwahl nicht gebraucht.

FundstelleZeileAustauschformat
Tab. 1, AwF 010GeländemodelleXML (LandXML)
Tab. 1, AwF 0103D-StadtmodellXML (CityGML)
Tab. 1, AwF 010Bestandspläne, RevisionsplänePDF, DXF, TIFF
Tab. 1, AwF 010LiegenschaftskatasterDXF, NAS
Tab. 1, AwF 010BaugrundinformationenXML, DXF, IFC, PDF, CSV
Tab. 2, AwF 030VermessungsdatenE57, TIFF, LAS, D58
Tab. 4, AwF 050KoordinationsmodelleIFC, CPA, SMC
Tab. 5, AwF 080PlänePDF, DXF
Tab. 6, AwF 100MengenermittlungXLS, XLSX, CPA, cpiXML
Tab. 7, AwF 110GAEB-DateienGAEB (D81, D83, X81, X83)
Tab. 8, AwF 190Bestandsmodelle, dort „As-built-Modelle“IFC

Rahmendokument Datenmanagement, Tabellen 1 bis 8, am Volltext geprüft 11.08.2026.2

Zwei Beobachtungen wiegen schwerer als die einzelnen Zeilen. IFC steht durchgehend ohne Versionsangabe, und DWG steht in keiner Zeile. Wer die Zeile in die eigene Ausschreibung übernimmt, übernimmt die Lücke mit.

Land und Stadtstaat

Ein Landesleitfaden für die Straßenbauverwaltung nennt IFC, BCF, OKSTRA und GAEB als die wichtigsten offenen Austauschformate; das Kanalformat, LandXML und die Punktwolkenformate kommen dort nicht vor.7 Das erklärt sich aus dem Adressaten, einer Straßenbauverwaltung, die keine kommunalen Kanalnetze betreibt.

Die kommunal nächste Fundstelle ist eine AIA-Vorlage aus einem Stadtstaat: drei verschiedene IFC-Versionen nebeneinander, dazu zweimal DWG und einmal „Nativ“ als Übergabeformat.8 Der Satz „Hamburg fordert drei IFC-Versionen“ wäre falsch, es sind Beispielzeilen einer Vorlage.

Liefergegenstand Datenformat Geländemodell IFC 2×3 Bestandsmodell IFC 4 Fachmodelle IFC 4.3 Beispielzeilen aus einer öffentlich abrufbaren AIA-Vorlage, Stand 09/2024
Die Versionsangabe hängt an der einzelnen Zeile. Gold steht hier für Unschärfe in der Bestellung: Keine der drei Zeilen ist falsch, und trotzdem liefert man dreimal Verschiedenes.

Drei Überlappungen und drei Fälle mit Vorrang

An drei Stellen ist mehr als ein Format zulässig. Die Entscheidung fällt am Zielsystem des Empfängers.

FallDie AlternativenWoran man entscheidet
GeländemodellLandXML gegen IFCLandXML, wenn die Baustelle oder ein Entwurfsprogramm es liest. IFC, wenn es in ein Koordinationsmodell soll
KanalKanalaustauschformat gegen ein Format nach DWA-Merkblatt gegen IFCnach dem Zielsystem des Betreibers, nicht nach dem eigenen. Die Version wird vorher abgestimmt
Bestand aus dem KatasterNAS gegen DXFNAS, wenn die Objekte gebraucht werden. DXF, wenn nur die Grafik gebraucht wird

Zuschnitt eigen; die Zeilen zu Geländemodell und Kataster stammen aus den Anwendungsfall-Tabellen des Bundes, die Kanalzeile aus dem Abschnitt Kanal dieses Datenblatts.2

Sobald der Auftrag ein Format nennt, ist die technische Möglichkeit zweitrangig: „In den AIA werden die für den jeweiligen Projektbereich vorgeschriebenen Austauschformate definiert. Bei Bedarf können native Formate zusätzlich übergeben werden.“7

  • Die Vorgabe verlangt eine ältere Version. In einer AIA-Vorlage sind Angebots- und Testmodell „im Format IFC2x3 zu exportieren und zu übergeben“.8 Wer die neuere abgibt, hat die Vorgabe verfehlt.
  • Die Vorgabe verlangt zusätzlich das native Format. Dieselbe Vorlage führt für eine Lieferleistung „Nativ, PDF“ als Übergabeformat, also die Absicherung des Auftraggebers.
  • Die Vorgabe nennt ein herstellergebundenes Format. Für Koordinationsmodelle führt der Bund „IFC, CPA, SMC“, und zwei davon sind an bestimmte Prüfprogramme gebunden.2 Auch wer offene Formate fordert, führt zwei herstellergebundene in seiner eigenen Tabelle.

Zwei Suchläufe, ein später Fund

Eine öffentlich abrufbare Formatvorgabe eines kommunalen Baulastträgers für den Tiefbau war am 11.08.2026 nicht auffindbar; am 16.09.2026 fand sich der BIM-Leitfaden der Landeshauptstadt Stuttgart (Version 001, Juni 2024), der das offene IFC-Format voraussetzt und den Infrastrukturbau samt Tiefbauamt anspricht, sich selbst aber nicht als normativ versteht; verbindlich wird erst die jeweilige AIA.9

Eine OKSTRA-Pflicht für kommunale Baulastträger war am 11.08.2026 ebenfalls nicht auffindbar, die belegten Einführungsdokumente beziehen sich auf die Straßenbaulast des Bundes.3 Der zweite Satz ist eine Nichtauffindbarkeit mit dokumentiertem Suchweg; er behauptet nicht, dass es nichts gäbe. Der erste zeigt, wie schnell so ein Befund altert.


Klassen Wie eine Verkehrsanlage im Schema aussieht

Was giltIm Tiefbau tritt die Anlage an die Stelle des Gebäudes und ihr Teil an die des Geschosses. Oberklasse ist IfcFacility mit fünf Untertypen für Brücke, Gebäude, Wasserbauanlage, Bahnanlage und Straße; die Hochbau-Kette bleibt im Schema, eine Straße hängt nicht darunter10
Seit wannmit der Tiefbau-Version des Schemas, die zugleich als internationale Norm geführt wird; die Nummern stehen im Blatt „Versionen und Stände“
FundstelleDokumentation zu IfcFacility, IfcFacilityPart, IfcRoad, IfcRoadPart und den zugehörigen Aufzählungen
PrüfstandKlassen und Aufzählungen einzeln abgerufen am 11.08.2026, einzelne Angaben am 12.08.2026. Die Lizenz schließt Bearbeitungen aus: Übernommen sind nur Namen und Strukturfakten, die Erklärungen sind selbst formuliert
Hochbau Verkehrsanlage IfcProject IfcSite IfcBuilding IfcBuildingStorey IfcProject IfcSite IfcRoad IfcRoadPart IfcRoadPart Abschnitt Fahrstreifen IfcAlignment hängt am Projekt, nicht am Bauwerk Die Anlage tritt an die Stelle des Gebäudes, ihr Teil an die des Geschosses.
Zwei Ketten aus demselben Schema. Rechts die Version, die eine Gemeindestraße abbildet: Die Teile schachteln sich weiter, die Achse hängt am Projekt.

Was unter was hängen darf

Die zulässige Schachtelung steht als Tabelle im öffentlichen Prüfregelwerk.11 IfcFacility ist nicht abstrakt: Ein Kanalnetz bekommt eine allgemeine Anlage mit allgemeinen Teilen darunter, unter einer Straße nimmt man IfcRoadPart.

ElementZulässiger ElternteilWas das praktisch heißt
IfcRoadIfcProject, IfcSite, IfcRoadStraßen dürfen ineinander liegen, etwa Hauptstraße und einmündender Ast
IfcRoadPartIfcRoad, IfcRoadPartTeile schachteln sich rekursiv, daraus entsteht die mehrstufige Gliederung
IfcFacilityIfcProject, IfcSite, IfcFacilityder Platz für alles ohne eigene Anlagenklasse
IfcFacilityPartCommonIfcFacility, IfcFacilityPartCommonder allgemeine Teil, wenn es keinen fachspezifischen gibt
IfcAlignmentIfcProjectdie Achse hängt außerhalb der Bauwerksstruktur

Zusammensetzungstabelle zur Regel SPS002 im öffentlichen Prüfregelwerk, geprüft 11.08.2026.11

Die Tabelle führt den allgemeinen Teil unter der allgemeinen Anlage, nicht ausdrücklich unter der Straße. Ob die Prüfung den Vererbungsweg auflöst, ist nicht geprüft.

Vier Gliederungsachsen statt einer

IfcFacilityPart bringt genau ein eigenes Attribut mit, UsageType. Seine Werte machen die Gliederung zur Struktur statt zum Namensbestandteil.

WertUnterteilungBeispiel Gemeinde
LONGITUDINALlängs, mit Anfang und Ende entlang der Achseein Bauabschnitt zwischen zwei Stationen
LATERALquer, also links, rechts, MitteGehweg links, Fahrbahn, Parkstand rechts
VERTICALhöhenmäßig, eine Lage oder ein abgegrenztes VolumenOberbau über Unterbau, Leitungszone darunter
REGIONals Fläche, unabhängig von der Achseder Knotenpunkt am Ortseingang
USERDEFINED, NOTDEFINEDselbst benannt oder offen gelassenwenn keiner der vier Werte trifft

Aufzählung IfcFacilityUsageEnum der Schema-Dokumentation, geprüft 11.08.2026; die Beispielspalte ist eine Einordnung dieser Recherche.10

Was als Struktur dasteht, lässt sich filtern und prüfen; was im Objektnamen steht, muss jemand lesen. Neben der Richtung bekommt jeder Straßenteil einen Sachtyp aus 26 Werten, für die allgemeine Anlage aus zehn.

  • Neun der 26 Straßen-Sachtypen treffen den kommunalen Alltag unmittelbar. ROADSEGMENT für den Bauabschnitt, CARRIAGEWAY für die Fahrbahn, TRAFFICLANE für den Fahrstreifen, SIDEWALK für den Gehweg, PARKINGBAY für den Parkstand, BUS_STOP für den Bushalt, PEDESTRIAN_CROSSING für den Überweg, INTERSECTION für den Knoten und BICYCLECROSSING für die Radquerung.
  • Die allgemeine Liste ist gröber und reicht für alles ohne eigene Anlagenklasse. Zehn Werte, darunter ABOVEGROUND, BELOWGROUND, JUNCTION und SEGMENT. Ein Kanalnetz wird damit gegliedert, ohne dass eine Bezeichnung erfunden werden muss.

Deutsche Objektart zu Klasse und Sachtyp

Das Schema hat mehrere hundert Klassen, ein kommunales Vorhaben braucht ein gutes Dutzend. Die letzte Spalte erklärt, warum ältere Bestandslieferungen so aussehen, wie sie aussehen.

ObjektartKlasseSachtyp, AuswahlVorher, bis IFC 4
AchseIfcAlignmentkeinerdie Klasse gibt es seit IFC 4.1; der Musterdatensatz des Bundes nennt sie nur für die Tiefbau-Version, davor ein allgemeines Bauteil
Lageplan der AchseIfcAlignmentHorizontalSegmenttypennicht abbildbar
HöhenentwicklungIfcAlignmentVerticalSegmenttypennicht abbildbar
StationierungsmarkeIfcReferenteigene AufzählungBeschriftung oder Punkt
Befestigung, FahrbahnaufbauIfcPavementFLEXIBLE, RIGIDVolumenkörper als Platzhalter
einzelne Schicht im AufbauIfcCoursePAVEMENT, CORE, FILTER, PROTECTIONVolumenkörper als Platzhalter
Bordstein, RandeinfassungIfcKerbeigene AufzählungVolumenkörper als Platzhalter
AbtragIfcEarthworksCutneun Sachwerte, siehe untenVolumenkörper oder gar nichts
AuftragIfcEarthworksFillsieben Sachwerte, siehe untenVolumenkörper als Platzhalter
BaugrundschichtIfcGeotechnicalStratumSOLID, VOID, WATERPlatzhalter oder Fläche
BohrungIfcBoreholekeinerPunkt mit Beschriftung
HaltungIfcPipeSegmentRIGIDSEGMENT, CULVERT, GUTTERschon in IFC 4 vorhanden
Formstück, BogenIfcPipeFittingeigene Aufzählungschon in IFC 4 vorhanden
SchachtIfcDistributionChamberElementMANHOLEschon in IFC 4 vorhanden
StraßenablaufIfcWasteTerminalGULLYSUMPschon in IFC 4 vorhanden
MarkierungIfcSurfaceFeatureLINEMARKING, SYMBOLMARKINGFläche oder Linie
VerkehrszeichenIfcSigneigene AufzählungBlock oder Platzhalter
Baum, BepflanzungIfcGeographicElementVEGETATIONBlock

Klassen und Aufzählungen einzeln abgerufen 11.08.2026.10 Die Spalte „Vorher“ ist außer bei der Achse eine Einschätzung.

Zwei Zeilen werden vertauscht. Der Schacht gehört zu IfcDistributionChamberElement mit MANHOLE, dieselbe Klasse führt Inspektionsschacht, Pumpensumpf und Schieberkammer. IfcWasteTerminal steht für Abläufe und ist mit GULLYSUMP für den Straßenablauf richtig, für den Schacht nicht.10 IfcSanitaryTerminal passt nie, seine Sachtypliste führt nur Sanitärobjekte des Hochbaus.

Das Trennsystem steckt im Netz

Ein Kanalnetz wird über IfcDistributionSystem zusammengefasst. Die Aufzählung führt 51 Werte, darunter SEWAGE, STORMWATER, RAINWATER, DRAINAGE, WASTEWATER und WATERSUPPLY.10 Für den Mischkanal fehlt ein eigener Wert. Wer ihn abbilden muss, wählt einen vorhandenen und schreibt die Zuordnung in die Vereinbarung; die Werteliste ist belegt, die Folgerung eine Einschätzung.

Abtrag ist ein Abzug, Auftrag ist ein Bauteil

Im Leistungsverzeichnis stehen beide nebeneinander. Im Schema sind sie nicht symmetrisch, und dieser Unterschied erklärt viele Meldungen aus der Prüfung.

Im Schema nicht symmetrisch Gelände Abzugskörper IfcEarthworksCut Abzug, verbunden über IfcRelVoidsElement IfcEarthworksFill Bauteil unter IfcEarthworksElement Bauteil Der Abtrag ist kein Bauteil, deshalb zeigt ihn mancher IFC-Viewer nicht an.
Zwei Positionen im Leistungsverzeichnis, zwei Bauarten im Schema. Der Abzugskörper ist grau gezeichnet, weil er im IFC-Viewer oft nicht auftaucht.

IfcEarthworksFill steht in der Reihe der gebauten Elemente, hat Geometrie, Merkmale und eine Menge, und jedes Mengenwerkzeug findet ihn. IfcEarthworksCut steht in der Reihe der abziehenden Elemente und wird über IfcRelVoidsElement verbunden; er beschreibt keine Sache, sondern eine Aussparung.10

Abtrag: IfcEarthworksCutTypeEnum, neun fachliche Werte (dazu USERDEFINED und NOTDEFINED)Auftrag: IfcEarthworksFillTypeEnum, sieben fachliche Werte (dazu USERDEFINED und NOTDEFINED)
TRENCH, Graben, im Kanalbau der RohrgrabenBACKFILL, Verfüllung hinter Bauwerken
TOPSOILREMOVAL, OberbodenabtragEMBANKMENT, Damm
PAVEMENTMILLING, Fräsen der DeckschichtSLOPEFILL, Böschungsauftrag
STEPEXCAVATION, Verzahnung bei der VerbreiterungSUBGRADE, Unterbau
OVEREXCAVATION, BodenaustauschSUBGRADEBED, tragender Boden unter dem Planum
BASE_EXCAVATION, CUT, EXCAVATION, DREDGINGCOUNTERWEIGHT, TRANSITIONSECTION

Beide Aufzählungen vollständig abgerufen 11.08.2026; die deutschen Entsprechungen sind eine Einordnung dieser Recherche.10

Ein Abzugskörper ist in vielen IFC-Viewern unsichtbar. Bei Erdmassen fragt man deshalb nach der Klasse im Modell. Welchen Wert ein deutsches Klassenwörterbuch dem Auftrag zuordnet, steht auf dem Datenblatt Kataloge und Merkmale in Themenfeld 4.

Die Achse hängt am Projekt

Die Achse ist im Schema kein Bauteil und kein Raum, sondern ein Positionierungselement. Daraus folgt ihr Platz in der Datei, und die Prüfregel sagt das wörtlich.11

„The rule verifies that each IfcAlignment must be related to IfcProject using the IfcRelAggregates relationship – either directly or indirectly. The indirect case is when a child alignment is aggregated to a parent alignment.“ (Regel ALB004)

  • Unter einer Achse darf genau viererlei liegen. Lageplan, Höhenentwicklung, Überhöhung und Stationierungsmarken; die Liste der Regel ALB003 ist abschließend.
  • Der Lageplan ist immer vorhanden. Regel ALB000 setzt ihn voraus, auch wenn die anderen fehlen. „Achse liefern“ ist deshalb keine vollständige Angabe: Ob die Höhenentwicklung dazugehört, muss dastehen, weil eine Achse ohne sie schemakonform ist.
  • Jede der drei Ketten endet mit einem Segment der Länge null. Regel ALB015 verlangt es für Lageplan, Höhenentwicklung und Überhöhung, ihr Gegenstück in der Geometrie heißt ALS015. Solche Meldungen sehen nach Formalie aus und machen sichtbar, wo zwei Programme dieselbe Datei verschieden auslegen würden.

Die Querneigung, eine Beobachtung

Der dritte Lageplan heißt Überhöhung, IfcAlignmentCant. Die Dokumentation führt dazu einen eigenen Abschnitt „Cant as a railway specificity“, und das einzige eigene Pflichtattribut RailHeadDistance beschreibt den Abstand der Radaufstandspunkte auf den Schienen, für eine Gemeindestraße also nicht sinnvoll belegbar.10

Eine Regel, die Straßen ausschließt, gibt es nicht, und die semantische Definition ist fachneutral; der Befund oben bleibt deshalb eine Beobachtung. Die Gegenprobe steht im Regelquerschnitt: IfcOpenCrossProfileDef hat das Pflichtattribut Slopes mit den Neigungen der einzelnen Abschnitte.

Wo das Schema aufhört

Die Tiefbau-Version deckt Straße, Bahn, Wasserstraße und Brücke ab. Der Tunnel fehlt, und die Dokumentation sagt es selbst: Der Tunnelbereich sei in der Übersichtsgrafik durchsichtig dargestellt, weil er noch nicht Teil der Version sei.10

Die zweite Grenze liegt bei den Merkmalen. Eine Fahrbahnschicht bringt mehrere Eigenschaftssätze mit, darunter Pset_CourseCommon, Pset_BoundedCourseCommon und Pset_CourseApplicationConditions, dazu Qto_CourseBaseQuantities. Ein Merkmal für Bauklasse, Asphaltsorte oder Abrechnungsposition kommt darin nicht vor; solche Merkmale kommen aus einem Katalog, und die Reihenfolge ist erst die Klasse, dann die Merkmale.


Versionen Drei Kennungen und zwei Prüfumfänge

Was giltJede IFC-Datei nennt in ihrer Kopfzeile das Schema, nach dem sie geschrieben ist; eine als kritisch eingestufte Prüfregel lässt genau drei Zeichenketten zu. Die Kopfzeile liest ein Texteditor12
Seit wannRegel IFC101 „Only official IFC versions allowed“ im öffentlichen Prüfregelwerk des buildingSMART Validation Service
FundstelleRegeldatei IFC101 mit den drei Kennungen und ihren Versionsnummern; die Regeldateien IFC430 und IFC431 für die beiden Prüfumfänge
Prüfstandabgerufen und ausgezählt am 11.08.2026, unabhängig nachgezählt und am 12.08.2026 im Rohtext gegengeprüft. Die drei Versionsnummern stehen zugleich im Blatt „Versionen und Stände“
Kennung in der KopfzeileVersionAnmerkung
IFC2X32.3.0.1die alte Version, in Vorlagen noch häufig gefordert
IFC44.0.2.1Hochbau-Version ohne Verkehrsanlagen
IFC4X3_ADD24.3.2.0die Version mit dem Tiefbau

Regel IFC101 des öffentlichen Prüfregelwerks, geprüft 11.08.2026.12

IFC4X3 ohne Zusatz und IFC4X3_ADD1 sind Zwischenstände und keine offiziellen Kennungen. IFC 4.1 und 4.2 fehlen in der Liste: Die Spezifikationsübersicht führt beide mit dem Status zurückgezogen, belegt über einen Archiv-Abzug, weil die Live-Seite maschinell nicht abrufbar war.13 In der Zielversion der Autorensoftware bleibt eine IFC-4.1-Datei importierbar und ist als veralteter Stand gekennzeichnet; die Exportliste führt sie nicht, dort fehlen ebenso 2×3 und 4.2.14

Die Dokumentationsseite zur Tiefbau-Version zeigt daneben einen längeren Stempel mit Tagesdatum und dem Zusatz, dass sie in Bearbeitung sei. Das betrifft die Dokumentation und nicht das Schema; im Text steht die stabile Nummer 4.3.2.0.

Zwei Regeldateien, zwei Umfänge

Für die Tiefbau-Version führt das Prüfregelwerk zwei Regeldateien, IFC430 und IFC431. Jede bezieht sich auf eine Modellsicht, also auf einen festgelegten Ausschnitt aus dem Schema, und nennt sie als Zeichenkette: ReferenceView für den kleineren Umfang, Alignment-basedView für den größeren.12

Beide enthalten eine lange Tabelle von Entitäten, von denen jeweils weniger als eine Ausprägung vorkommen darf. Es sind Ausschlusslisten: IFC430 führt 308 Einträge, IFC431 führt 279, die kleinere ist eine echte Teilmenge der größeren, die Differenz beträgt genau 29. IfcAlignment, IfcAlignmentSegment und IfcReferent stehen in keiner der Listen.

Schema IFC 4.3 größerer Umfang · Alignment-basedView · 279 Einträge ausgeschlossen kleinerer Umfang ReferenceView 308 Einträge ausgeschlossen Der Unterschied: 29 Einträge Lage-, Höhen- und Überhöhungsplan Übergangsbögen und Spiralen Gerade, Kreis, Kegelschnitt Platzierung über die Station Querschnitte entlang der Achse Die Achse selbst ist in beiden Umfängen zulässig.
Beide Umfänge sind Ausschnitte aus demselben Schema. Gold steht für Unschärfe in der Bestellung: Wer eine Modellsicht nennt, ohne ihre Folgen zu kennen, bestellt womöglich zu wenig.

In der Differenz stecken auch die Grundgeometrien, aus denen eine Achse zusammengesetzt ist, und zwei Einträge ohne Bezug zur Achse.

  • Lageplan, Höhenentwicklung und Überhöhung, je mit Segment, sechs Einträge. IfcAlignmentHorizontal, IfcAlignmentHorizontalSegment, IfcAlignmentVertical, IfcAlignmentVerticalSegment, IfcAlignmentCant, IfcAlignmentCantSegment.
  • Kurventypen und ihre Zerlegung, zwölf Einträge. IfcLine, IfcCircle, IfcConic, IfcClothoid, IfcSpiral, IfcCosineSpiral, IfcSineSpiral, IfcSecondOrderPolynomialSpiral, IfcThirdOrderPolynomialSpiral, IfcSeventhOrderPolynomialSpiral, IfcPolynomialCurve, IfcCurveSegment.
  • Platzierung über die Station, vier Einträge. IfcAxis2PlacementLinear, IfcLinearPlacement, IfcPointByDistanceExpression, IfcRelPositions.
  • Entlang der Achse aufgezogene Körper und Flächen, fünf Einträge. IfcSectionedSolid, IfcSectionedSolidHorizontal, IfcSectionedSurface, IfcSegmentedReferenceCurve, IfcOpenCrossProfileDef.
  • Zwei achsfremde Einträge. IfcConnectionGeometry und IfcRelInterferesElements; sie gehören ehrlich dazu, obwohl sie die Achse nicht betreffen.

Zwei Auflagen halten den Befund im Rahmen. Die beiden Regeln definieren keine Profile, sie prüfen Modelle, und sie greifen nur, wenn die Datei die Modellsicht im Kopf deklariert; eingestuft sind sie als Branchenpraxis, nicht als kritische Vorgabe. Die Aussagen oben beschreiben also, was die Prüfregel tut.

Wer den kleineren Umfang deklariert, darf ein Achsobjekt führen, aber weder dessen Lageplan noch die Höhenentwicklung noch die Segmente und keine der Kurvenarten. Übrig bleibt eine Achse ohne parametrische Geometrie, aus der sich die Trassierung nicht zurückrechnen lässt; wer daraus trassieren soll, braucht den größeren Umfang.

Die Modellsichten beschreibt buildingSMART, die Hersteller setzen sie in ihren Programmen um; den projektbezogenen Prüfsatz stellt der Anwender. Welchen Feldwert ein öffentlicher deutscher Musterdatensatz zur Achse angibt, steht mit dem Versionsvergleich auf dem Datenblatt Kataloge und Merkmale.


Prüfen Regelwerk, Prüfdienst und die Georeferenz in der Datei

Was giltbuildingSMART pflegt sein Prüfregelwerk öffentlich und maschinenlesbar: 104 Regeldateien in 34 Gruppen in einer lesbaren Wenn-Dann-Sprache. Ein Büro kann dort nachlesen, woran seine Datei geprüft wird, ohne Norm-Kauf und ohne Lizenz15
Seit wannlaufend gepflegt; die Auszählung ist ein Stand mit Datum, keine feste Zahl
FundstelleRegeldateien je Gruppe, dazu der Prüfdienst mit eigener Nutzer- und Entwicklerdokumentation
Prüfstandeigene Auszählung am 11.08.2026. Die Zahl steht zugleich im Blatt „Versionen und Stände“
GruppeRegelnGegenstand
ALB14Logik der Achse: Aufbau, Verschachtelung, Stationierungsmarken
ALS12Geometrie der Achse: Darstellung je Lageplan, Segmenttypen, Stetigkeit
GEM11Geometrie
GRF9Georeferenzierung
SPS8räumliche Gliederung
IFC6Versionskennung, veraltete Entitäten, Umfang der Modellsicht
LIP, PSE, CLS2, 2, 1stationsbezogene Platzierung, Eigenschaftssätze, Klassifizierung

Eigene Auszählung des öffentlichen Regelwerks, 11.08.2026.15 Die übrigen Gruppen sind hier nicht ausgeführt.

Die neun Regeln zur Georeferenz

Die Angaben selbst, ihre Felder und die fünf Stufen der Ablage stehen auf dem Datenblatt Bezugssysteme in Themenfeld 3. Hier steht die Gruppe GRF, also die maschinelle Prüfsicht darauf.

RegelWas sie prüft
GRF000ob eine Georeferenzierung überhaupt vorhanden ist
GRF001dass keine zwei widersprüchlichen Koordinatenumrechnungen in derselben Datei stehen
GRF002ob im Bezugssystem ein EPSG-Code steht
GRF003dass ein Bezugssystem vorhanden ist, wenn räumliche Elemente da sind
GRF004dass der EPSG-Code ein gültiger Code aus dem amtlichen Datensatz ist
GRF005dass die Einheiten des Bezugssystems nicht abweichen
GRF006dass das System in Textform beschrieben ist, wenn ein EPSG-Code fehlt
GRF007ob der Typ für das Höhenbezugssystem gültig ist
GRF008die Einheiten der reinen Verschiebung

Gruppe GRF des öffentlichen Prüfregelwerks, abgerufen 11.08.2026.15

Die schärfste der neun steht wörtlich so da: „The rule verifies that if the name of a CRS starts with ‚EPSG:‘, it must refer to a valid code from the official EPSG geodetic parameter dataset.“ Ein Tippfehler in der Zonenkennziffer fällt damit maschinell auf; fehlt der Code ganz, verlangt GRF006 wenigstens eine Beschreibung in Textform.

Als Prüfsicht genügen vier Bausteine: IfcProjectedCRS für das Zielsystem mit sieben durchgehend optionalen Attributen, IfcMapConversion für den Übergang ins Kartensystem mit Rechtswert, Hochwert und Höhe als Pflichtfeldern, dazu IfcMapConversionScaled und IfcRigidOperation.10 Eine Datei mit leerem Zielsystem bleibt formal in Ordnung, und daran scheitert die Georeferenz im Alltag.

Der Prüfdienst und die Zertifizierungslage

Der Prüfdienst verlangt ein Konto, liest die drei offiziellen Schemata und prüft in Ebenen von der STEP-Syntax über Schemakonformität und Regelwerke bis zu den Branchenüblichkeiten; die Prüfung gegen das Datenwörterbuch ist abgeschaltet.16 Die Dateigrenze steht im Blatt „Versionen und Stände“. Die Datei wird dabei hochgeladen, und bei einer Vertraulichkeitsklausel ist das eine Entscheidung.

Wer heute die Tiefbau-Version austauscht, arbeitet mit ungeprüften Selbstauskünften der Hersteller. Die Liste der Implementierungen wird von den Herstellern selbst gepflegt und ausdrücklich nicht geprüft; in der Zertifizierungsliste fanden sich bei einem Abruf am 16.09.2026 unverändert 107 Einträge, davon 75 mit IFC 2.3 und 32 mit IFC 4.0, jüngster Eintrag 31.03.2026; kein Eintrag zu IFC 4.3.17

Wer einen Nachweis braucht, prüft ihn selbst und lässt sich die Zertifizierung schriftlich geben.

Der öffentliche Mindest-Testsatz für die Einlesefunktion führt 15 Prüfkriterien, eines davon nur für die Tiefbau-Version. Belegt ist die Existenz des Kriteriums, nicht dass ein Produkt es bestanden hat.

IFC-Viewer und projektbezogener Prüfsatz

Für die Stichprobe braucht es zwei IFC-Viewer, die nicht dasselbe Produkt sind. Was dazu im Netz steht, sind Angaben der Anbieter: ein IFC-Viewer im Browser, der lokal verarbeitet und kein Konto verlangt, ein IFC-Viewer einer Herstellervereinigung, dessen Formatliste für die Tiefbau-Version die Bahn-Ausprägung nennt, und der IFC-Viewer in der Cloud des Herstellers.18 Eine Liste kostenfreier IFC-Viewer mit geprüftem vollem Umfang war am 11.08.2026 nicht auffindbar.

Neben dem allgemeinen Regelwerk gibt es das Format für projektbezogene Prüfvorgaben, die Information Delivery Specification; die Version 1.0 ist seit dem 03.06.2024 veröffentlicht. Ein fertiger Prüfsatz für den deutschen Tiefbau war am 11.08.2026 nicht auffindbar, und das ist keine Aussage darüber, dass es keinen gibt.19 Wie daraus eine vereinbarte Prüfung wird, zeigt die Seite „Prüfen, bevor jemand anderes prüft“ in Themenfeld 6.


Export Zwei Wege, sechs Ebenen, ein Beiblatt

Was giltEin Export schreibt keine Kopie des Modells, sondern eine Übersetzung. Was die Zielsprache nicht abbildet, wird umschrieben oder weggelassen, ohne Fehlermeldung. Der Vorgang ändert außerdem die Zeichnung: Ein Koordinatenpunkt und eine Punktgruppe entstehen, die Eigenschaftssatzdaten aller exportierten Objekte werden aktualisiert14
Seit wannProdukthilfe der Zielversion, Änderungsdaten der Seiten zwischen 10.05.2023 und 24.11.2025
FundstelleExport- und Importseiten des IFC-Bereichs, dazu acht Artikel der Wissensdatenbank des Herstellers
Prüfstandgeprüft am 11.08.2026, einzelne Angaben am 12.08.2026; die Angaben zu Import und Rückweg sind unabhängig gegengeprüft

Die zwei Wege aus derselben Autorensoftware

Es gibt zwei Wege in ein offenes Format, und sie verlieren Unterschiedliches. Welchen ein Büro benutzt, ist die erste Frage, bevor über Formatfehler geredet wird.

Merkmaleingebauter Weg (IFCEXPORT)separate Erweiterung (IFCInfraExport)
Verfügbarkeitim Lieferumfangseparates Zusatzmodul aus dem Herstellerkonto
Schema beim ExportIFC 2×3 und IFC 4IFC4X3_ADD2 als Vorgabe, dazu IFC4 und ein Entwurfsstand
Objekte des Tiefbausnicht unterstützt, vorher in Volumenkörper umwandelnunterstützt
Klasse im Ergebnisohne Zuordnung praktisch durchgehend IfcBuildingElementProxyfrei zuordenbar über eine Zuordnungsdatei, ohne sie geschätzte Klassen, Sammelklasse IfcBuiltElement
Eigenschaftssätzeüber einen benutzerdefinierten Satzunterstützt, mit den Ausnahmen aus Ebene 3
LageKoordinatensystem erst ab Schemaversion 4unterstützt, mit Rangfolge und Warnungen
Umfangnur die aktive Zeichnung, dazu eine Protokolldateiaktuelle Zeichnung oder Auswahlsatz

Herstellerartikel 000489816 und deutsche Produkthilfe der Zielversion, geprüft 11.08.2026.20

Auf dem eingebauten Weg ist die Umwandlung in Volumenkörper der Verlustschritt; betroffen sind Geländemodell, Profilkörper sowie Kanal- und Druckrohrnetz. Danach ist die Haltung ein Körper mit Rohrform, ohne Sohlhöhe und ohne Verbindung zu ihren Schächten.20 Was die Erweiterung schreibt, stimmt; in der Datei fehlt, was ihre Ausschlussliste ausschließt.

Sechs Ebenen, sechs Mechanismen

im Modell in der Datei Geometrie Klasse Merkmale Beziehung zur Achse Lage Kennung Fläche oder Netz nur mit Zuordnung Sätze mit Lücken Bezug und Umrechnung neu bei Unterbereichen Der leere Rahmen zeigt fehlenden Umfang an.
Sechs Schichten, sechs Ergebnisse. Grün heißt: kommt an. Golden gestrichelt: kommt verändert oder nur unter einer Bedingung an. Dünn und grau: kommt gar nicht mit.
EbeneWas verloren gehtWann es zuschlägtWoran man es merkt
1 GeometrieParametrik wird Fläche oder Netz, Bogen werden Segmente oder Facettenimmer, sobald ein anderes Programm die Form nachbilden mussRundungen wirken kantig, Volumen weicht ab
2 Semantikdie Klasse. Aus einem Bordstein wird ein namenloses Bauteilauf dem älteren Weg immer, sonst bei fehlender oder falsch sortierter Zuordnungdie Klassenzählung zeigt fast nur Sammelklassen, IfcBuildingElementProxy auf dem älteren Weg, IfcBuiltElement bei der Erweiterung
3 Merkmaleeinzelne Werte oder ganze Eigenschaftssätzebei falscher Klassifizierung, bei gefrorenen und gesperrten Layern, bei abgeschalteten OptionenMerkmalsname da, Wertfeld leer, oder ganze Sätze fehlen im IFC-Viewer
4 BeziehungenZugehörigkeit zur Achse, zur Station, zum Bauabschnittwenn die lineare Positionierung nicht zugewiesen istBauteile hängen im Raum, keines weiß, bei welcher Station es liegt
5 GeoreferenzBezugssystem, Höhenbezug, Festpunkt, Nordrichtungohne Bezug zu einem Koordinatensystem oder bei automatisch gesetztem Festpunktdas Modell liegt daneben oder am Nullpunkt
6 Identitätdauerhafte Kennung, Autorenangabe, Änderungsstandbei jedem erneuten Export, für bestimmte Objektgruppendieselbe Leitung hat in zwei Lieferungen zwei verschiedene Kennungen

Mechanismen aus Produkthilfe, Wissensdatenbank des Herstellers und Schema-Dokumentation, geprüft 11.08.2026.14

  • Geometrie. Ein Profilkörper lässt sich geschwungen oder in Dreiecke zerlegt schreiben, die Feinheit der Facetten ist eine Zahl in einer Einstellung. Bei der Achse können tangentiale Verbindungen wegen Toleranz und Rundung der Zahlen in der Textdatei unterbrochen werden.
  • Semantik. Die Zuordnungsregeln arbeiten mit Mustern, werden von unten nach oben ausgewertet, und die erste Übereinstimmung gewinnt; eine genauer passende Regel greift dann nicht mehr. Wie zugeordnet wird, legt das Büro fest.
  • Merkmale. Objekte auf gefrorenen oder gesperrten Layern und in Blockdefinitionen bekommen die Eigenschaftssatzdaten gar nicht erst, und vorhandene Werte in vordefinierten Sätzen werden überschrieben, etwa bei Koordinatenpunkten, Achsen, Geländemodellen, Elementkanten, Gebieten und Profilkörpern.
  • Wertelisten. Eine Einstellung schreibt Merkmale mit Werteliste als Aufzählung, mit dem Zusatz des Herstellers, einige IFC-Viewer unterstützten möglicherweise nur Merkmale mit einem einzigen Wert.
  • Beziehungen. Den Bezug eines Bauteils zur Achse weist man ausdrücklich zu. Ob Hauptpunkte, Haupt- und Nebenstationen, Längsschnittpunkte und Grenzpunkte der Überhöhung als Referenzpunkte mitgehen, ist je Kategorie einstellbar.
  • Georeferenz. Der Festpunkt wird nach fester Rangfolge automatisch bestimmt: eine vorhandene geografische Positionsmarkierung, sonst der Mittelpunkt des benannten Geländemodells, sonst der des größten, sonst der Mittelpunkt der längsten Achse, sonst der Mittelpunkt der Zeichnungsgrenzen. Ohne EPSG-Bezug wird gewarnt, nicht abgebrochen.
  • Identität. Exportierte Objekte bekommen eine dauerhafte Kennung, die bei späteren Exporten wiederverwendet wird. Ausnahme sind die Unterbereiche von 3D-Profilkörpern, die bei jedem Export neue Kennungen bekommen, und Objekte auf gefrorenen oder gesperrten Layern.

Zur Autorenangabe gehen zwei Angaben auseinander: Die Produkthilfe nennt sie seit IFC 2×3 als nicht mehr verpflichtend, im Schema steht am Feld OwnerHistory der Vermerk, dass es erst mit IFC 4 optional wurde.10 Beide stehen deshalb nebeneinander.

Die Artikel des Herstellers, mit Stand

ArtikelWorum es gehtFassung, Datum, Versionsfeld
000489816Gegenüberstellung der beiden Exportwegezuletzt geändert 14.07.2026, Versionsfeld 2021 bis 2027
000432439fehlende Georeferenz trotz zugewiesenem Koordinatensystem, Ursache ist die verstellte Positionsmarkierungveröffentlicht 08.12.2025, geändert 11.12.2025, Fassung 3, Versionsfeld 2021 bis 2027
000628356„Civil 3D hat keinen Projektbasispunkt. Die IFC Extension unterstützt nicht den Export eines Referenzpunkts für die IFCSite.“veröffentlicht 21.10.2025, geändert 22.10.2025, Fassung 1, Versionsfeld 2021 bis 2027
000344523Objektarten, die vor dem Export in Volumenkörper umzuwandeln sindStand 21.08.2025, Versionsfeld 2021 bis 2027
000577671Fall eins: Die Eigenschaftssätze stecken in der Datei, der IFC-Viewer kennt das Schema nichtveröffentlicht 28.05.2025, geändert 30.06.2025, Fassung 5, Versionsfeld 2023 bis 2025
000502102drei Programmjahrgänge gegen drei Schemastände in einem Koordinationsprogrammveröffentlicht 10.09.2025, geändert 12.09.2025, Fassung 11
000337487„Material definition for the IFC format in AutoCAD / Civil 3D is not supported yet.“Stand 08.10.2023, Versionsfeld 2021 bis 2027
000627523behauptet eine Entfernung von IFC 4.1 aus zwei Programmjahrgängenveröffentlicht 13.10.2025

Wissensdatenbank des Herstellers, alle abgerufen 11.08.2026.20

Zwei Angaben gehören nebeneinander. Die Bounding-Box-Erklärung, die im Netz zur Georeferenz kursiert, steht in Artikel 000432439 nicht und wird nicht verwendet. Beim Material stehen die Herstellerangabe mit dem Stand 08.10.2023 und eine Einstellung der Erweiterung nebeneinander, die ausdrückliche Materialien erzeugt; was ankommt, zeigt der eigene Testexport.

Leere Merkmale haben im Austausch zwei Ursachen. Bei Fall eins stecken die Sätze in der Datei und der IFC-Viewer kennt das Schema nicht; bei Fall zwei sind die Werte leer, weil die Klassifizierung nicht bedient wird. Der Hersteller dokumentiert unter anderem diese beiden; Fall zwei steht auf dem Datenblatt Kataloge und Merkmale.

Der Rückweg

eine Achse mit Parametern geschrieben und wieder gelesen Tangente unterbrochen erneuter Import: zweite Kopie zurück kommt eine Kette aus Einzelelementen
Was hinausgeht, ist ein Element mit Parametern. Zurück kommt eine Kette aus einzelnen Bogen, Übergangsbogen und Tangenten, an einer Stelle rechnerisch unterbrochen, beim zweiten Import zweimal übereinander.
  • Es kommt Geometrie zurück, keine Konstruktion. Importiert werden nur 3D-Objekte und ein Teilsatz der Volumengeometrie.
  • Ein erneuter Import aktualisiert nichts. Er legt eine zweite Kopie jedes Elements an.
  • Der Profilkörper kommt zerlegt zurück. Elementkanten als Elementkanten, Verknüpfungen als erhabene Geländemodelle, Profilarten als Netze.
  • Die Achse kommt anders zurück, als sie ging. Einzelne Bogen, Übergangsbogen und Tangenten, keine Bogengruppen, und tangentiale Verbindungen können unterbrochen sein.
  • Geometrie wird beim Lesen still verworfen. Bei zwei der vier gelesenen Darstellungsarten werden Flächen mit mehr als vier Kanten oder mit inneren Öffnungen ignoriert.
  • Der Import hinterlässt eine Herkunftsspur. Je Quelldatei schreibt er Merkmale mit Erstellungszeit, Dateiname, Dateipfad, Importdatum und dem Namen des erzeugenden Programms.

Daraus folgt der Kreisschluss zu Fall zwei: Eine reimportierte Datei ist Referenz. Wird sie Arbeitsgrundlage, erbt das eigene Modell eine fremde Klassifizierung, und die Merkmale daran kommen in der nächsten Lieferung leer an.

Was der Auftraggeber verlangt

Das Rahmendokument Datenmanagement führt Mindestanforderungen an den Datenaustausch auf, ausdrücklich als Beispiele: „Mindestanforderungen an den Datenaustausch sind z. B.:“ mit drei Spiegelstrichen. „Die Modelle müssen nach einem Datenaustausch in derselben Position bleiben.“ · „Geometrie, Struktur, Klassifikation und Merkmale müssen möglichst verlustfrei übertragen werden.“ · „Die XY-Position und die Winkel der aus dem Modell generierten 2D-Zeichnungen müssen mit dem Modell übereinstimmen.“2

Zwei Feinheiten entscheiden, was daraus folgt. Für die Position gilt keine Einschränkung, das „möglichst“ bezieht sich allein auf Geometrie, Struktur, Klassifikation und Merkmale. Die Schnittstellentests zu Projektbeginn sind eine Empfehlung, aber die einzige Stelle, die sagt, wann ein Test stattfindet.

Ein kommunales Pilotprojekt zieht daraus eine eigene Folgerung: Die Modelle laufen über offene Schnittstellen, und zusätzlich gehen native Rohdaten mit, damit das Bauunternehmen sie anpassen kann. Genannt sind Achsen, Gradienten und Urgelände als LandXML, die Fahrbahnränder als 3D-Polylinien und im Kanalbau das Fachformat.21 Das ist ein Erfahrungsbericht, keine Vorgabe.

Was sich nicht beziffern lässt

Eine belegte Angabe, wie viel Information ein Modell beim Übersetzen verliert, war am 11.08.2026 nicht auffindbar, und es wird auch keine eigene genannt.22 Die einzige begutachtete Untersuchung mit offengelegter Methodik ist eine Vergleichsstudie von 2019: Verschiedene IFC-Programme liefern mit denselben genormten Datensätzen widersprüchliche Ergebnisse.23 Sie stammt aus der Zeit vor der Tiefbau-Version und nennt selbst keine Quote.

Es gibt sechs Stellen, an denen Information hängen bleibt, jede mit benanntem Auslöser und jede an der eigenen Datei prüfbar. Alles, was das Format nicht transportiert, geht als Beiblatt mit.

was die Datei enthält was das Beiblatt nachreicht Geometrie und Klassen Merkmale, soweit geschrieben Kennungen der Objekte Bezugssystem und Höhenbezug Version von Format und Katalog was nicht enthalten ist Erst beides zusammen ist die Lieferung.
Auf das Beiblatt gehören Bezugssystem und Höhenbezug im Klartext, die Version von Format und Katalog und die Angabe, was nicht enthalten ist.

Kanal Felder, Namen und Referenzlisten des Kanalformats

Was giltDer kommunale Kanalaustausch läuft über das ISYBAU-Austauschformat Abwasser, ein Regelwerk des Bundesbaus, das Kommunen aus gelebter Praxis benutzen. Das Netz ist ein objektbezogenes Kanten-Knoten-Modell: Haltung als Kante mit Zulauf- und Ablaufknoten, Schacht als Knoten, Richtung ist die Abflussrichtung5
Seit wannHerausgeber der Baufachlichen Richtlinien Abwasser sind das Bundesministerium der Verteidigung und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben; die Richtlinien gelten für Liegenschaften des Bundes in deren Zuständigkeit. Formatversion und Schemastand stehen im Blatt „Versionen und Stände“
FundstelleAnhang A-7 der Bundesrichtlinie (A-7.1 Aufbau, A-7.4.2 Eindeutigkeit, A-7.3.2 Datenkollektive, A-7.4 Stammdaten) und das veröffentlichte XML-Schema
Prüfstandabgerufen am 11.08.2026, Formatangaben am 12.08.2026, die Feldregeln am 09.09.2026 erneut am Schema. Normtext ist nicht entnommen

Sechs Datenbereiche, davon fünf Datenkollektive

Der Fließtext der Bundesrichtlinie unterscheidet sechs Datenbereiche, das Schema kennt darunter fünf Kollektive. Beide Zahlen stimmen, sie zählen Verschiedenes: Die Metadaten sind die Klammer um die fünf. Ein Planungsbüro bekommt praktisch immer nur den zweiten Bereich.

DatenbereichKollektiv im SchemaInhaltWer es braucht
Metadatennein, Klammer um die fünfAngaben zur Lieferung selbstbei jeder Übergabe
StammdatenjaLage, Höhe, Profil, Material, Verknüpfung der ObjektePlanung, Bau und Betrieb
Zustandsdatenjabautechnischer Zustand, InspektionSanierungsplanung
Hydraulische DatenjaEingangs- und Ergebnisdaten der BerechnungNachweis, Netzberechnung
BetriebsdatenjaAngaben aus dem laufenden BetriebBetreiber
PräsentationsdatenjaDarstellung und KartenausgabeBetreiber, Planwerk

Anhang A-7 der Bundesrichtlinie und das veröffentlichte XML-Schema, geprüft 12.08.2026.5 „Sanierungsdaten“ ist kein Datenbereich.

Die Abflussrichtung hat Folgen. Werden Zulauf und Ablauf bei einer Druckleitung vertauscht, hat der Schacht am Übergang in den Freispiegel rechnerisch zwei Abläufe, und zwei Haltungen hätten denselben Namen.

Vier Namensfelder, und die Topologie hängt daran

Das Kanalformat kennt ein optionales Kennungsfeld, die LISA-GUID des Bundes mit höchstens 32 Zeichen; die Identität hängt nicht daran, Schlüssel sind Objektbezeichnung und Objektart (Anhang A-7.4.2, Tabelle A-7 – 18).24 Pflicht ist die Kennung nur bei Geo-Punktobjekten (A-7.4.5, Tabelle A-7 – 83).5

Der Leitfaden sagt es kürzer: „Grundsätzlich leidet die Eindeutigkeit beim ISYBAU-Datenaustausch auch darunter, dass die Objekte keine ID besitzen, sondern über den Namen identifiziert werden. Das bedeutet, der Name ist auch der eindeutige Schlüssel.“1

FeldTypLängePflicht
ObjektbezeichnungZeichenkettehöchstens 30ja
ObjektartReferenzlisteListenwertja
AlteObjektbezeichnungZeichenkettehöchstens 30nein
LISA-GUID (Kennung des Primärnachweises des Bundes)Zeichenkettehöchstens 32nein

XML-Schema der Version 2024, eigener Download 11.08.2026.24 Ob Zielsysteme die optionale Kennung auswerten, ist nicht geprüft.

Eine Zeile tiefer steht der eigentliche Fund: Die Felder KnotenZulauf und KnotenAblauf einer Haltung sind selbst Zeichenketten mit höchstens 30 Zeichen, keine Verweise auf eine Kennung. Wer einen Schacht umbenennt, trennt jede Haltung ab, die ihn nennt.

  • Eine Haltung heißt wie ihr Zulaufschacht. Zwei Objekte verschiedener Art haben denselben Namen, und das ist so gewollt.
  • Namen sind je Gruppe eindeutig. Schachtnamen und Haltungsnamen müssen jeweils in ihrer Gruppe eindeutig sein.
  • Ein Anschlusspunkt und ein Schacht dürfen nicht gleich heißen. Der Leitfaden nennt diese Vorgabe IT-technisch nicht nachvollziehbar, empfiehlt aber, gleiche Namen zu vermeiden.

Eine öffentlich abrufbare kommunale Benennungsvorgabe für Schächte und Haltungen war am 11.08. und 16.09.2026 nicht auffindbar; gefunden wurden nur Leistungsbeschreibungen, die auf Vorgaben des Auftraggebers verweisen.25

Ein Bezeichnungsschema führen die Baufachlichen Richtlinien Abwasser in Anhang A-1.1: stellengenau für Schächte, Bauwerke und Anschlusspunkte, und eine Haltung heißt wie der oberhalb liegende Knoten; es gilt für Liegenschaften des Bundes. Ob eine Kommune es übernimmt oder eine eigene Systematik führt, steht in ihren Vergabeunterlagen.

Referenzlisten und die Katalogfalle

Das Format beschreibt den Rohrtyp über vier Merkmale: Material, Profilart, Profilbreite und Profilhöhe. Breite und Höhe stehen in Millimeter, bei Kreisprofilen entspricht die Profilhöhe der Nennweite. Das Material hängt an der Kante, die drei Profilangaben liegen darunter; die Ausgabe 2024 hat deren Feldlänge auf fünf Stellen erweitert.24

Zwei Feldnamen werden verwechselt. Das Merkmal heißt Profilart und kommt aus der Referenzliste G205 mit 24 Werten; Profiltyp bezeichnet im selben Schema die Liste S104 mit 17 Werten aus den Zustandsdaten. Wer den zweiten Namen schreibt und die 24 danebenstellt, mischt zwei Listen. Der Leitfaden selbst schreibt an dieser Stelle „Profiltyp“ und meint die Profilart.1

Die Materialliste G102 führt 43 Enumerationswerte, die gedruckte Referenzlistentabelle nur 42; dort fehlt ein Schlüssel, maßgebend ist das Schema. 43 mal 24 ergibt 1.032 Kombinationen, bevor eine Nennweite vergeben ist, und diese Multiplikation ist eine eigene Rechnung. Ein Zuschnitt mit acht Materialien, zwölf Nennweiten und drei Profilarten ergibt 288 Einträge; das ist eine Annahme.

Daran hängt die Falle beim Einlesen, vom Hersteller selbst beschrieben:26

„Vor dem Importieren von Kanalnetzdaten aus ISYBAU, ISYBAU-XML oder DWA-M150 Dateien sollte sichergestellt werden, dass alle in der Austauschdatei befindlichen Kombinationen aus Material und Nennweite auch im Kanalnetzkatalog enthalten sind. Wird während des Imports in der Austauschdatei eine Komponente gefunden die es im Katalog nicht gibt, wird die nächst passendere Variante gesucht. Daraus resultiert ein verfälschtes Ergebnis. Bitte die protokollierten Hinweise im Civil 3D-Ereignisfenster beachten!“

Aus dem letzten Satz folgt der Prüfschritt: Der Import bricht nicht ab, er protokolliert ins Ereignisfenster, und deshalb fällt die Ersetzung nur auf, wenn jemand das Protokoll liest. Herausgeber der Hilfe ist die RZI Software GmbH.

Mindestangaben und die Felder, die gern leer bleiben

ObjektMindestens zu übergeben
SchachtLaengeUnterteil, BreiteUnterteil und zwei 3D-Punkte mit den Attributen SMP für den Schachtmittelpunkt und DMP für den Deckelmittelpunkt
Haltung und LeitungProfilbreite, Profilhöhe, Profilart und Material
Lage und HöheCRSLage und CRSHoehe

Leitfaden vom 13.11.2025, Abschnitte 5 und 6.1 Am Schema gilt: CRSLage ist einzeln verzichtbar, CRSHoehe innerhalb seines Geometrieblocks Pflicht.24

Drei Angaben bleiben regelmäßig liegen. Für Anschlusspunkte mit dem Punktattribut Gebäudeanschluss ist die Geländehöhe nicht verpflichtend, für die Aushubmengen braucht man sie aber, wenn am Anfang oder Ende einer Leitung kein Schacht steht; der Leitfaden verlangt beim Auslauf deshalb ein internes Punktobjekt vom Typ Geländeoberkante.1

Zweitens fällt die Zonenkennziffer im Rechtswert weg, wenn eine Kanaldatenbank historisch aus dem Gauß-Krüger-System stammt und die achte Stelle des UTM-Rechtswerts nicht verarbeitet; gekürzt wird dann auf sechs Stellen.1 Drittens bleiben Merkmale ohne definierten Wert offen: Eine AIA-Vorlage nennt drei Behelfe, hält fest, dass sich keiner bewährt hat, und warnt, dass ein Ersatzwert die Mengenermittlung stört.8 Die Genauigkeitsfelder stehen auf dem Datenblatt Bezugssysteme.

Was daneben liegt und hier nur benannt wird

Auf der Modellseite gibt es eine Brücke im Vorschaustadium: die BIM-Taxonomie der Siedlungswasserwirtschaft, Version 0.2, mit 267 Klassen, veröffentlicht unter CC BY-NC-ND 4.0 und damit nicht einbettbar.27 Ein offizielles Mapping zwischen dem Kanalformat und IFC war am 11.08.2026 nicht auffindbar.

DWA-M 145-3 und DWA-M 150 stehen mit Ausgabe und Rückzug im Blatt „Versionen und Stände“; zurückgezogen heißt dort nicht verboten, sondern nicht mehr aktueller Stand. Die Sparten-Zuordnung des Objektkatalogs Leitungsbau steht auf dem Datenblatt Kataloge und Merkmale, die Regelwerke zu Netzauskunft und Netzdokumentation auf dem Datenblatt Bezugssysteme. Maße daraus gibt dieses Blatt nicht wieder.


Abrechnung Menge, Maschine und Betrieb nach der Freigabe

Was giltFür die Eingabedaten der Leistungsberechnung des Auftragnehmers gilt keine Formvorschrift, für die Prüfberechnung des Auftraggebers schon. Wörtlich: „Eingabedaten für die Leistungsberechnung des Auftragnehmers unterliegen keiner Formvorschrift. Eingabedaten für die Prüfberechnung des Auftraggebers müssen den in den einzelnen REB-VB beschriebenen Formaten entsprechen.“28
Seit wannREB, Allgemeine Bedingungen, Ausgabe 2012, Abschnitt 3.2; die Archivfassung 2009 enthält denselben Wortlaut unter Abschnitt 2.2
FundstelleSammlung der Regelungen für die elektronische Bauabrechnung, veröffentlicht von der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Stand Februar 2025
Prüfstandbeide Ausgaben am 18.08.2026 im Volltext geprüft; die Ausgabestände stehen im Blatt „Versionen und Stände“
KetteEmpfängerWas er brauchtWoran es hängt
MengeAuftraggeber und sein Prüfer der AbrechnungMengen in einer Form, die er nachrechnen kannFormvorschrift der Verfahrensbeschreibungen
MaschineBauleitung, Vermessung, Maschinisteindeutige Oberflächen mit Kanten, Höhenbezug und FreigabestandGeometrieformate ohne Merkmalstransport
BestandNetzbetreiber, TiefbauamtDaten im Schema des ZielsystemsVersion, die das Zielsystem einliest

Zusammenstellung aus den belegten Abschnitten dieses Blatts.

Das Prismenverfahren und die Vereinbarung

Die Verfahrensbeschreibung für Rauminhalte und Oberflächen aus Prismen beschreibt Erdkörper zwischen zwei Dreieckshorizonten oder zwischen Horizontalebene und Dreieckshorizont; unter jedem Dreieck wird ein Prisma konstruiert. Ein Dreieckshorizont muss zu jeder Lage genau einen Höhenwert liefern, Überhänge sind nicht zulässig.29 Ein Verschneidungskörper mit Überhang ist so nicht abrechenbar.

Die allgemeine Mengenberechnung erwartet daneben, dass sich die Vertragsparteien vor Beginn der Abrechnung über Formelkatalog, Ordnungsrahmen und die Konventionen zum Datenaustausch verständigen, die Aufzählung ist dort ein Beispiel; im Bereich des Bundesverkehrsministeriums geschieht das nach dem Vergabehandbuch HVA B-StB über die „Vereinbarung über die Bauabrechnung“, anderen Bereichen wird eine gleichwertige empfohlen.30

Das Rahmendokument des Bundes lässt eine modellbasierte Abrechnung zu, wenn sie vereinbart ist und die geltenden Abrechnungsregeln abbildet.31

Drei Stände, die nicht verzahnt sind

Zwischen Modellvolumen und prüffähiger Datei liegt ein eigener Verfahrensschritt, und die Regelwerke dort haben nicht denselben Takt.

Glied der KetteWas dort stehtFundstelle
Verfahrensbeschreibungen, geltende Ausgabe 2012Eingabedaten im Straßenobjektkatalog, Version 2.01622.013 Abschnitt 2.1, 23.003 Anhang 12930
Straßenobjektkatalog heuteVersion 2.023, Migrationsdokument vom 27.05.2026Versionstabelle der Pflegestelle32
Abrechnungsschnittstelle, Mengenphase X31nur die Ausgaben 1979 und 2009, die Ausgabe 2012 ausdrücklich nichtFachdokumentation Kapitel 7.1 und das Schema33

Alle drei Fundstellen im Wortlaut geprüft, die REB-Stellen am 18.08.2026. Die Zahlen stehen zugleich im Blatt „Versionen und Stände“.

Der Satz lautet in beiden Verfahrensbeschreibungen gleich: „im Datenformat OKSTRA®-XML der OKSTRA®-Version 2.016 codiert ist.“ Jedes dieser Dokumente ist für sich in Ordnung und wird gepflegt, sie sind nur nicht miteinander verzahnt.

Beim Zitieren wartet eine Falle: Die Detailseite zur allgemeinen Mengenberechnung liegt unter dem Dateinamen REB-VB-23-003-2009.html, das PDF dahinter ist die Ausgabe 2012.34 Umgekehrt ist für die Massenberechnung zwischen Begrenzungslinien die Ausgabe 1979 die aktuelle. Maßgebend ist die Titelseite, nicht das Jahr im Dateinamen.

Was die Ausschreibungsschnittstelle kann

Die Anbindung an das Bauwerksmodell kam mit der Version 3.3 über globale Identifikatoren an festgelegten Elementen, auch an der Position, in der Fachdokumentation vom 30.05.2019 sogar als Pflicht; die Ausgabe 2021-05 hat sie auf die Katalogzuordnung umgestellt, die Ausgabe 2023-01 hat die Mengenphase X31 nur um eingebettete Anlagen erweitert.35

Das Beispiel steht im Regelwerk selbst und ist ein kommunaler Kanal: eine Haltung „Haltung Nummer R 37-R 36″, Typ Rohr, Material Polypropylen, dazu die Position „Kanal-Rohre, DN 200 PP bis 2,00 m“ mit einem Mengensplit unter derselben Kennung.33

Eine Einzelheit sagt viel über das Alter der Kette: Die Aufmaßzeile wird im Element QTakeoff mit einer festen Gesamtlänge von 80 Zeichen übertragen. Im Formatkatalog des Bundes führt der Anwendungsfall 100 für die Mengenermittlung XLS, XLSX, CPA und cpiXML, GAEB erscheint erst im Anwendungsfall 110, und die REB kommt im ganzen Rahmendokument nicht vor.2

Die Abrechnung selbst ist in der Liste von BIM Deutschland (Version 2.1 vom 15.02.2022, Tabelle 14) ein eigener Anwendungsfall, 160 „Abrechnung von Bauleistungen“, den der Formatkatalog des Bundes nicht behandelt.

Drei Angaben fehlen weiter, und das gehört dazu. Ein Weg, aus der Autorensoftware unmittelbar eine prüffähige Datei zu schreiben, war am 11.08.2026 nicht auffindbar; am 16.09.2026 fand sich die Hilfe eines Massenberechnungsprogramms, das als Aufsatz auf AutoCAD und Civil 3D läuft, mit einer Berechnung nach REB-VB 22.013 Ausgabe 2012 samt Prüfdatei und einem OKSTRA-Export, ohne Angabe der geschriebenen Katalogversion.36

Weiterhin nicht auffindbar ist ein Nachweis, dass die Verknüpfung von Modellobjekt und Position produktiv genutzt wird.36

Der Wortlaut von § 14 VOB/B war nicht erreichbar, deshalb wird die Prüffähigkeit hier über die Allgemeinen Bedingungen der REB begründet.37 Zum Mehraufwand kursieren Zahlen, eine belastbare Erhebung ist nicht auffindbar, deshalb steht hier keine.

Die Maschine

Eine Maschinensteuerung fragt nicht nach Klassen oder Eigenschaftssätzen. Eine Fachdarstellung zählt auf, was vorliegen muss: Flächen, Kanten, Achsen, Stationierung, Gefälle, Böschungen, Toleranzen und Höhenbezug, genutzt als Dreiecksflächen, Linienmodelle, LandXML, herstellereigene Formate oder CAD-Daten. Dieselbe Quelle verlangt, dass Freigabe, Modellversion und Zuständigkeit zwischen Bauleitung, Vermessung und Maschinist geregelt sind.38

LandXML liegt in der Version 1.2 vom 29.07.2008 als letzter freigegebener Schemaversion vor; eine Version 2.0 steht seit 2014 als Arbeitsentwurf und ist nie final geworden, ihr Schema wurde zuletzt am 15.08.2022 angefasst.39 Die freigegebene Version bewegt sich seit 2008 nicht mehr, das macht sie stabil, und außer losen Name-Wert-Paaren bringt sie keine Merkmale mit.

Nach Darstellung eines Softwarehauses wird LandXML in Deutschland vor allem für Maschinensteuerungen benutzt; eine Erhebung dazu war nicht auffindbar, das bleibt eine Einschätzung.39

Ein Katalogeintrag nennt außerdem eine internationale Spezifikation für den Austausch von Geländedaten mit Baumaschinen. Ihre Seiten waren am 11.08.2026 nicht erreichbar, Existenz und Ausgabe bleiben ungeprüft.40

Der Betrieb und die Phasenübergänge

Viele Kommunen fordern seit Jahren die Bestandsdaten einer Kanalbaustelle im jeweils aktuellen Stand, und die Übergabe funktioniert nach Darstellung des Leitfadens gut, sofern die Daten dem Schema entsprechen. Netzbetreiber führen ohnehin Kanaldatenbanken, meist als Aufsatz auf ein Geoinformationssystem; Treiber waren die Selbstüberwachungs- und Eigenkontrollverordnungen der Länder.1

Auf der Straßenseite sieht es anders aus. Ein Landesleitfaden trennt vier Modelle, Bestandsmodell, Modell des gebauten Zustands, Abrechnungsmodell sowie Betriebs- und Erhaltungsmodell, und schreibt dazu: „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es im Geschäftsbereich des BMV noch kein Betriebsmodell, das als Vorlage genommen werden könnte.“7 Der Leitfaden gilt für die Straßenbauverwaltung eines Landes, nicht für Kommunen.

Drei Übergänge im kommunalen Kanalprojekt Bestand Planung Bau Betrieb An jedem Übergang zu klären: Format und Version · Benennung · Lage- und Höhenbezug · wer prüft Kanaldatenbank des Betreibers
Vier Stationen, drei Phasenübergänge, an jedem dieselben vier Fragen. Nur am letzten gibt es im kommunalen Kanal ein Zielsystem, das die Daten dauerhaft aufnimmt.

An jedem der drei Phasenübergänge sind dieselben vier Fragen zu klären: welches Format und welche Version, welche Benennung, welcher Lage- und Höhenbezug, und wer prüft. Der mittlere Übergang klappt selten, und der Leitfaden nennt drei Gründe: Planer geben kaum komplexe 3D-Daten ab, der Auftragnehmer weiß nichts von der Möglichkeit eines Fachdatenaustauschs, oder die Daten sind unbrauchbar, weil Beteiligte Grauzonen der Schnittstellenbeschreibung verschieden auslegen.1

Der Termin dafür hat einen Namen: „Data Drops oder Datenübergabepunkte, sind vereinbarte Übergabezeitpunkte an denen ein definierter Meilenstein in Form eines bestimmten Detaillierungsgrads erreicht wurde.“7 Vor einem solchen Punkt wird eine qualitätsgesicherte Fassung erstellt und in die Gemeinsame Datenumgebung übertragen. Die Begriffsbildung stammt aus der Straßenbauverwaltung eines Landes, eine kommunale Definition war nicht auffindbar.

fünf Lieferungen, fünf Formen freigegebener Planstand Gemeinde IFC, Vorgänge als BCF, PDF Prüfer der Abrechnung Format der Verfahrensbeschreibung Baufirma PDF und DXF oder DWG Maschinensteuerung LandXML oder DXF Kanalbetrieb ISYBAU-Austauschformat Abwasser Zu jeder Lieferung gehört ein Beiblatt.
Ein freigegebener Planstand, fünf Lieferungen. Die Form richtet sich nach dem Empfänger, und zu jeder Lieferung gehört ein Beiblatt.

Was beim Übergang trotzdem liegen bleibt, steht im Abschnitt Kanal dieses Blatts und im Abschnitt Export: alles, was die Version des Empfängers nicht kennt, die Zonenkennziffer im Rechtswert, Zustands-, Hydraulik- und Betriebsdaten und die Merkmale ohne definierten Wert.

Quellen

Die Ziffer springt hierher, der Pfeil zurück in den Text. Wo nichts anderes steht, ist der Prüftag der 11.08.2026; einzelne Angaben wurden am 12.08. und am 18.08.2026 nachgeprüft.

  1. ↩ BVBS Bundesverband Software und Digitalisierung im Bauwesen, Arbeitsgruppe Tief- und Infrastrukturbau, „Implementierungs-Leitfaden zur einheitlichen Nutzung von ISYBAU-Datenformaten“, 1. überarbeitete Auflage vom 13.11.2025, 11 Seiten, geprüft am 11.08.2026. Einordnung, die dazugehört: Herausgeber ist ein Branchenverband der Bausoftware, das Papier ist ein Arbeitsgruppenpapier und kein Behördendokument. Verwendet sind Abschnitt 1 zur kommunalen Praxis, zur Datenlage bei Baufirmen und zum Mehraufwand bei abweichender Benennung, Abschnitt 5 zu den Mindestangaben und zu den vier Rohrmerkmalen, Abschnitt 6 zu den gekürzten Rechtswerten, Abschnitt 7 zu den Objektbezeichnungen mit dem wörtlich zitierten Satz, Abschnitt 10 zu Anschlusspunkten und Ausläufen und Abschnitt 11 zu den Versionsständen und zum Abstimmungssatz vor der Datenübergabe. Ein zweites Dokument, das den kommunalen Kanalaustausch ähnlich konkret beschreibt, war am 11.08.2026 nicht auffindbar. Firmen- und Produktnamen aus den dortigen Beispielen sind nicht wiedergegeben.
  2. ↩ Masterplan BIM Bundesfernstraßen, Musterrichtlinie BIM, Rahmendokument Datenmanagement, Version 1.0, Herausgeber BMVI, Impressum Stand Oktober 2021, Publikationsliste 12.10.2021, geprüft am 11.08.2026. Verwendet sind die Austauschformat-Spalten der Anwendungsfall-Tabellen 1 bis 8, Tabelle 5 zum Anwendungsfall 080 mit „Pläne“ und „PDF, DXF“ samt dem Satz, dass abgeleitete Pläne dem Modellstand nicht widersprechen dürfen, Tabellen 6 und 7 auf Dokumentseite 17 zu den Anwendungsfällen 100 und 110, Abschnitt 5 auf Dokumentseite 19 mit den drei Mindestanforderungen, dem „z. B.“, dem Satz zu den Schnittstellentests und dem Übergangssatz zu den AIA, Abschnitt 5.1 zur damals noch nicht fertiggestellten IFC-Erweiterung sowie Abschnitt 6 zur Langzeitspeicherung. Das Dokument gilt für den Bundesfernstraßenbau und bindet kommunale Auftraggeber nicht.
  3. ↩ Nichtauffindbarkeit mit Suchweg, Stand 11.08.2026, zur OKSTRA-Pflicht kommunaler Baulastträger. Die belegten Einführungsdokumente sind Allgemeine Rundschreiben Straßenbau und beziehen sich ausdrücklich auf die Straßenbaulast des Bundes; die Landesformulierung wiederholt diesen Geltungsbereich. Eine Regelung, die kommunale Baulastträger verpflichtet, war nicht auffindbar.
  4. ↩ Nichtauffindbarkeit mit Suchweg, Stand 11.08.2026: eine vom Hersteller veröffentlichte DWG-Spezifikation. Gesucht wurde auf dessen Entwicklerseiten und über die Netzsuche. Gefunden wurden die veröffentlichte DXF-Referenz desselben Herstellers und eine durch Rückbau erstellte Teilspezifikation einer Herstellervereinigung, beides über Sekundärquellen eingeordnet. Gemeint ist eine Nichtauffindbarkeit, nicht die Behauptung, es gebe keine Spezifikation.
  5. ↩ Baufachliche Richtlinien Abwasser, Materialienseite zum ISYBAU-Austauschformat Abwasser und Anhang A-7, dort A-7.1 zum Aufbau, A-7.4.5 zu den Geo-Punktobjekten, A-7.4.2 zur Eindeutigkeit (Tabelle A-7 – 18 mit dem Schlüssel aus Objektbezeichnung und Objektart und dem optionalen Feld LISA-GUID), A-7.3.2 zu den Datenkollektiven und A-7.4 zu den Stammdaten. Abgerufen am 11.08.2026, die Formatangaben am 12.08.2026 nachgeprüft. Daraus stammen die Formatbezeichnung, der Herausgeberkreis aus dem Bundesministerium der Verteidigung und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die sechs Datenbereiche und das objektbezogene Kanten-Knoten-Modell. Die Zuordnung der fünf Kollektive ist am veröffentlichten Schema geprüft. Normtext ist nicht entnommen.
  6. ↩ Herausgeberangaben zu den sechs Formaten, je an der Seite des Herausgebers geprüft am 11.08.2026: buildingSMART International für IFC, LandXML.org als Industriekonsortium für LandXML, die OKSTRA-Pflegestelle im Auftrag von Bund und Ländern für OKSTRA, die Baufachlichen Richtlinien Abwasser für das ISYBAU-Austauschformat Abwasser, der Gemeinsame Ausschuss Elektronik im Bauwesen für GAEB DA XML und Autodesk mit veröffentlichter Referenz für DXF. Die Spalten „Was es transportiert“ und „Was es strukturell nicht kann“ fassen die Angaben der Herausgeber zusammen und sind selbst formuliert. Versions- und Ausgabestände stehen im Blatt „Versionen und Stände“.
  7. ↩ Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, BIM-Leitfaden 2.0, Stand Juni 2025, geprüft am 11.08.2026. Verwendet sind Abschnitt 3.5 mit der Regel zu den vorgeschriebenen Austauschformaten in den AIA und der Zulassung nativer Formate als Zusatz, die Nennung von IFC, BCF, OKSTRA und GAEB als wichtigsten offenen Austauschformaten, die Unterscheidung der vier Modelle, die beiden Zitate zum fehlenden Betriebsmodell und zum noch nicht definierten Erhaltungsmodell, die Definition des Datenübergabepunkts und die Regel, dass vor festgelegten Übergabepunkten eine qualitätsgesicherte Fassung erstellt und in die Gemeinsame Datenumgebung übertragen wird. Adressat ist die Straßenbauverwaltung des Landes; eine Übertragung auf kommunale Bauherren wird nicht behauptet.
  8. ↩ BIM.Hamburg, Auftraggeber-Informationsanforderungen, Vorlage Version V002, Stand September 2024, Versionseintrag 17.09.2024, ISBN 978-3-912015-10-2, geprüft am 11.08.2026. Verwendet sind die Beispieltabellen mit den Datenformaten je Liefergegenstand (Geländemodell IFC2x3 und DWG, Bestandsmodell IFC4 und DWG, Fachmodelle IFC4.3), der Baustein zum BIM-Projekt-Test mit der Vorgabe, Angebots- und Testmodell im Format IFC2x3 zu übergeben, die Zeile „Nativ, PDF“ als Übergabeformat und der Abschnitt zu Merkmalen ohne definierten Wert mit den drei Behelfen und der Warnung vor einem Ersatzwert. Hamburg ist ein Stadtstaat; eine Übertragung auf Flächengemeinden wird nicht behauptet.
  9. ↩ BIM-Leitfaden für die Landeshauptstadt Stuttgart, Version 001, Juni 2024 (Datei vom 23.10.2024), Vorbemerkung („keinen normativen Charakter“), Abschnitt 8 („Verwendung des offenen IFC Formats … möglichst ab der Version IFC 4″) und Abschnitt 8.4.2 (Infrastrukturbau, Tiefbauamt, Lage- und Höhenbezug zwingend), abgerufen am 16.09.2026. Der Suchweg vom 11.08.2026 (Auftraggeber-Informationsanforderungen kommunaler Tiefbauämter, Ausschreibungen zur Kanalsanierung, kommunale BIM-Leitfäden, Stadtentwässerungsbetriebe) hatte ihn nicht erfasst.
  10. ↩ IFC-4.3.2-Dokumentation von buildingSMART International, Version 4.3.2.0, Klassen und Aufzählungen einzeln abgerufen am 11.08.2026, einzelne Angaben am 12.08.2026 nachgeprüft. Verwendet sind Vererbungswege, Attributnamen und Aufzählungswerte: die fünf Untertypen von IfcFacility, IfcFacilityUsageEnum, IfcRoadPartTypeEnum mit 26 und IfcFacilityPartCommonTypeEnum mit zehn Werten, die Klassen der Tabelle mit ihren Sachtypen, IfcSanitaryTerminalTypeEnum, IfcDistributionSystemEnum mit 51 Werten, beide Erdbau-Aufzählungen mit neun und sieben fachlichen Werten, dazu je USERDEFINED und NOTDEFINED, samt IfcRelVoidsElement, die sieben durchgehend optionalen Attribute von IfcProjectedCRS gegen die drei Pflichtfelder von IfcMapConversion, IfcAlignmentCant mit RailHeadDistance und IfcOpenCrossProfileDef mit Slopes, die Eigenschaftssätze von IfcCourse, der Vermerk zum Tunnelbereich und der Änderungsvermerk zu OwnerHistory. Die Dokumentation steht unter CC BY-ND 4.0: übernommen sind ausschließlich Namen und Strukturfakten, alle Erklärungen sind selbst formuliert.
  11. ↩ Öffentliches Regelwerk des buildingSMART Validation Service, abgerufen am 11.08.2026. Verwendet sind die Regel SPS002 „Correct spatial breakdown“ mit ihrer Zusammensetzungstabelle sowie die Gruppe ALB mit ALB000 zum immer vorhandenen Lageplan, ALB003 mit der abschließenden Liste der zulässig untergeordneten Klassen, ALB004 zur Zusammensetzungsbeziehung zwischen Achse und Projekt (im Text wörtlich zitiert) und ALB015 zum Endsegment der Länge null, dessen Gegenstück in der Geometrie ALS015 heißt. Nicht geprüft ist, ob die Prüfung den Vererbungsweg auflöst, wenn ein allgemeiner Anlagenteil unter einer Straße hängt; dazu steht hier keine Aussage.
  12. ↩ Dasselbe Regelwerk, Gruppe IFC und die beiden Regeldateien IFC430 und IFC431, abgerufen und ausgezählt am 11.08.2026, von zwei unabhängigen Prüfern nachgezählt und am 12.08.2026 im Rohtext gegengeprüft. Verwendet sind die als kritisch eingestufte Regel IFC101 „Only official IFC versions allowed“ mit IFC2x3 TC1 (2.3.0.1), IFC4 ADD2 TC1 (4.0.2.1) und IFC4.3 ADD2 (4.3.2.0) sowie die Auszählung 308 gegen 279 Einträge mit einer Differenz von genau 29 und der vollständigen Liste. Der Prüfschritt lautet in beiden Dateien, dass weniger als eine Ausprägung der jeweiligen Entität vorkommen darf; die Beschreibung verlangt, keine Entitäten außerhalb des Umfangs dieser Modellsicht zu exportieren. Beide Regeln sind mit @industry-practice eingestuft, nicht als kritische Vorgabe, sie definieren keine Profile, und sie greifen nur, wenn die Datei die Modellsicht im Kopf deklariert. Die Bezeichner ReferenceView und Alignment-basedView stehen dort als Zeichenkette im jeweiligen Prüfschritt.
  13. ↩ Spezifikationsübersicht von buildingSMART International: IFC 4.1.0.0, veröffentlicht 2018-06, und IFC 4.2.0.0, veröffentlicht 2019-04, beide mit dem Status „Withdrawn“. Am 11.08.2026 war die Seite maschinell nicht abrufbar, sie antwortete allen vier Prüfern mit HTTP 403; der Eintrag zu IFC 4.1 stammt aus einem Archiv-Abzug, beide Versionsangaben wurden am 12.08.2026 gegengeprüft. Gestützt wird der Befund dadurch, dass die Regel IFC101 weder IFC4X1 noch IFC4X2 als zulässige Kennung führt.
  14. ↩ Deutsche Produkthilfe zu Civil 3D 2026, Bereich IFC, Sammelbeleg der Export- und Importseiten, Änderungsdaten der Seiten zwischen 10.05.2023 und 24.11.2025, geprüft am 11.08.2026. Daraus stammen: geschwungene gegen aufgelöste Geometrie und die Facettierung, die Begründung der freien Zuordnung mit der Auswertung der Muster von unten nach oben und dem Beispiel der zu früh greifenden Regel, Eigenschaftssatzdaten für Objekte auf gefrorenen oder gesperrten Layern und in Blockdefinitionen, das Überschreiben vorhandener Werte in vordefinierten Sätzen, Wertelisten als Aufzählung mit dem Vorbehalt für IFC-Viewer, die Referenzpunkte je Kategorie, die Rangfolge der automatischen Festpunktbestimmung, die Empfehlung eines EPSG-Bezugs mit Warnung in der Ereignisanzeige, die Ausschlussliste und die Option für unsichtbare Layer, die IFC-Viewer ohne CAD-Kurven, die dauerhafte Kennung mit der Ausnahme der Unterbereiche von 3D-Profilkörpern, die Autorenangabe, die Änderungen an der Zeichnung beim Export sowie die Importseiten mit der zweiten Kopie, der Achse als Segmentkette, den ignorierten Flächen und den Herkunftsmerkmalen. Die Listen der unterstützten Versionen für Import und Export stammen von denselben Seiten.
  15. ↩ Dasselbe Regelwerk, Gruppe GRF mit neun Regeln und die eigene Auszählung des Gesamtbestands, abgerufen am 11.08.2026: 104 Regeldateien in 34 Gruppen. Im Text wörtlich zitiert ist GRF004 zur Gültigkeit des EPSG-Codes, geprüft gegen eine Kopie des amtlichen Datensatzes der IOGP; verwendet sind außerdem GRF000 bis GRF008 in ihrem Gegenstand, besonders GRF006 zur Beschreibung des Systems in Textform. Die Gruppentabelle nennt die für den Tiefbau einschlägigen Gruppen; die übrigen betreffen andere Fachbereiche.
  16. ↩ Nutzer- und Entwicklerdokumentation des Prüfdienstes von buildingSMART, dokumentierte Version 0.8.4, abgerufen am 11.08.2026. Belegt sind das erforderliche Konto, die drei geprüften Schemata IFC2X3, IFC4 und IFC4X3_ADD2, die Prüfebenen von der STEP-Syntax über Schemakonformität und Regelwerke bis zu den Branchenüblichkeiten und der Vermerk, dass die Prüfung gegen das Datenwörterbuch abgeschaltet ist. Die Dateigrenze steht im Blatt „Versionen und Stände“; sie stammt aus der Vorrecherche vom 30.07.2026 und war am 11.08.2026 nicht erneut zu bestätigen, weil die Beschreibungsseite automatisierte Abrufe abweist.
  17. ↩ Zur Zertifizierungslage. Die Liste der IFC-4.3-Implementierungen bei buildingSMART wird von den Herstellern selbst gepflegt und ist ausdrücklich nicht geprüft. Bei einem Abruf der Zertifizierungsliste am 16.09.2026 enthielt sie unverändert 107 Einträge, davon 75 mit IFC 2.3 und 32 mit IFC 4.0, der jüngste Eintrag vom 31.03.2026; kein Eintrag nennt IFC 4.3. Bei den Abrufen am 30.07. und 11.08.2026 antwortete sie auf automatisierte Zugriffe mit HTTP 403, die Plattform b-cert.org löste nicht auf; im Browser ist die Liste erreichbar. Ausgewertet ist der öffentliche Mindest-Testsatz für die Zertifizierung der Einlesefunktion mit 15 Prüfkriterien, darunter eines zu Straßenoberfläche und Markierungen, das ausdrücklich nur für IFC 4.3 gilt.
  18. ↩ Anbieterangaben, jeweils von der Herstellerseite abgerufen am 11.08.2026: ein IFC-Viewer im Browser mit den Angaben „Supports IFC 2×3, 4, 4×3″, „Built-in validation with IDS 1.0″, „Processed locally in your browser, nothing is uploaded“ und „No account required“; ein IFC-Viewer der Open Design Alliance mit der Formatliste „IFC 2×3, 4×0, 4×2 Bridge specification, 4×3 Rail specification“ und der Angabe „100% local“; der IFC-Viewer in der Cloud des Herstellers, im Artikel zu Fall eins als Gegenprobe empfohlen. Das sind Selbstauskünfte, keine Prüfergebnisse. Ein kostenfreier IFC-Viewer mit nachgewiesenem, geprüftem vollem IFC-4.3-Umfang war am 11.08.2026 nicht auffindbar; gesucht wurde über die Anbieterseiten selbst.
  19. ↩ buildingSMART International, Information Delivery Specification, Veröffentlichung v1.0.0 mit dem Titel „v1.0 Final buildingSMART Standard“ vom 03.06.2024, abgerufen am 11.08.2026; eine spätere Veröffentlichung gibt es dort nicht. Dazu die Nichtauffindbarkeit mit Suchweg: Ein öffentlich abrufbarer, fertiger Prüfsatz für den deutschen Tiefbau war am 11.08.2026 nicht auffindbar. Gesucht wurde über die öffentliche Schnittstelle des BIM-Portals des Bundes, über die Netzsuche nach verteilten Prüfsatz-Dateien für Verkehrsanlagen und in der Wörterbuchliste des buildingSMART Data Dictionary.
  20. ↩ Autodesk-Wissensdatenbank, acht Artikel mit ihren Ursachenangaben, alle abgerufen am 11.08.2026; Nummer, Titel, Fassung, Datum und Versionsfeld stehen in der Tabelle im Abschnitt Export. Wörtlich übernommen sind die Ursachensätze: „No Civil 3D infrastructure objects“ auf dem eingebauten Weg (000489816), die verstellte geografische Positionsmarkierung trotz zugewiesenem Koordinatensystem (000432439, in dem die im Netz kursierende Bounding-Box-Erklärung nicht steht), „Civil 3D hat keinen Projektbasispunkt. Die IFC Extension unterstützt nicht den Export eines Referenzpunkts für die IFCSite.“ (000628356), die Objektarten, die vor dem Export in Volumenkörper umzuwandeln sind (000344523), „Der IFC Viewer unterstützt nicht das IFC Schema IFC4X3_ADD2.“ (000577671), die drei Programmjahrgänge gegen drei Schemastände (000502102), „Material definition for the IFC format in AutoCAD / Civil 3D is not supported yet.“ mit Stand 08.10.2023 (000337487) und die Behauptung einer Entfernung von IFC 4.1 aus den Versionen 2025 und 2026 (000627523), der die jüngeren Hilfeseiten der Zielversion widersprechen. Einschlägig ist mindestens ein weiterer Artikel zu leeren Eigenschaftswerten (000462179, zitiert im Datenblatt Kataloge und Merkmale in Themenfeld 4), deshalb heißt es im Text „unter anderem diese beiden“.
  21. ↩ Projektseiten „Datenaustausch“ und „Datenqualität“ eines Pilotprojekts zum Neubau einer Ortsteilverbindungsstraße in einer Gemeinde im Enzkreis, Baden-Württemberg, abgerufen am 11.08.2026. Herausgeber sind die beteiligten Firmen; es ist ein Erfahrungsbericht mit Forderungsliste und keine Vorgabe. Übernommen sind die zusätzliche Übergabe nativer Rohdaten und die Aufzählung der verwendeten Datenarten. Ein kommunaler Leitfaden zum Umgang mit Verlusten beim Modellaustausch war am 11.08.2026 nicht auffindbar.
  22. ↩ Suchweg zur Nichtauffindbarkeit einer Verlustquote, Stand 11.08.2026. Gesucht wurde auf Deutsch und Englisch, unter anderem nach Informationsverlust in Verbindung mit IFC, Prozent und Studie sowie nach gemessenem semantischem Verlust beim Hin- und Rückweg. Die Ergebnisse sind durchweg qualitativ: Einzelfallberichte, Forenbeiträge und Anbieterbeiträge. Gemeint ist eine Nichtauffindbarkeit, nicht die Behauptung, es gebe keine Untersuchungen. Eine eigene Quote wird ebenfalls nicht genannt.
  23. ↩ Noardo, F. und andere (2021): „Reference study of IFC software support: the GeoBIM benchmark 2019, Part I“, Transactions in GIS, DOI 10.1111/tgis.12709, Autorenfassung als arXiv:2007.10951v2 vom 07.01.2021, abgerufen am 11.08.2026. Verwendet ist der Kernbefund, dass verschiedene IFC-Programme mit denselben genormten Datensätzen widersprüchliche Ergebnisse liefern, sowie die Aussage der Autoren, dass für die verbreiteten Daten- und Funktionsverluste bis dahin kein systematischer Nachweis vorlag. Die Studie stammt aus der Zeit vor IFC 4.3 und betrachtet Hochbau und Geoinformation.
  24. ↩ XML-Schema des ISYBAU-Austauschformats Abwasser, Version 2024, eigener Download und Auswertung am 11.08.2026, von einer unabhängigen Gegenprüfung am 12.08.2026 nachgezählt, Feldregeln am 09.09.2026 erneut am Schema geprüft. Verwendet sind die Felder Objektbezeichnung (Pflicht, höchstens 30 Zeichen), Objektart als Referenzlistenwert, AlteObjektbezeichnung (optional, höchstens 30) und LISA-GUID, das optionale Kennungsfeld des Bundes-Primärnachweises, mit höchstens 32 Zeichen, dazu KnotenZulauf und KnotenAblauf als Zeichenketten mit höchstens 30 Zeichen. Ob Zielsysteme die optionale Kennung auswerten, ist nicht geprüft: Das Feld wird genannt, eine Wirkung nicht behauptet. Ebenfalls am Schema: die Referenzliste G102 Material mit 43 Enumerationswerten und G205 Profilart mit 24, während die gedruckte Referenzlistentabelle nur 42 Materialien zeigt und dort ein Schlüssel fehlt; die Referenzliste S104 Profiltyp mit 17 Werten aus den Zustandsdaten; die Feldlänge von Profilhöhe und Profilbreite mit fünf Stellen in der Ausgabe 2024; CRSLage mit 30 Zeichen als einzeln verzichtbar und CRSHoehe mit 20 Zeichen als Pflicht innerhalb seines Geometrieblocks, der Block selbst verzichtbar. Die Multiplikation der beiden Referenzlisten und das kommunale Rechenbeispiel sind eigene Rechnungen, die Auswahl im Beispiel ist eine Annahme.
  25. ↩ Nichtauffindbarkeit mit Suchweg, Stand 11.08.2026: eine öffentlich abrufbare kommunale Benennungsvorgabe für Schächte und Haltungen, die Feldlängen oder Namensmuster nennt. Gesucht wurde am 11.08. und 16.09.2026 in den Anhängen der BFR Abwasser (dort steht das Bezeichnungsschema des Bundes, Anhang A-1.1), im Leitfaden des BVBS, in den Objektkatalogen der Hamburger BIM-Leitstelle und über Suchbegriffe zu Bestandsdokumentation, Merkblatt, Kanal und ISYBAU. Gefunden wurden ausschließlich Leistungsbeschreibungen, die auf Vorgaben des Auftraggebers verweisen, ohne sie wiederzugeben.
  26. ↩ Hilfedokument zum ISYBAU Translator für Civil 3D im Autodesk-App-Store (Versionen 2024 und 2026), Versionsstand 20.25.754, abgerufen am 12.08.2026 und 16.09.2026. Der zitierte Absatz ist wörtlich übernommen, einschließlich des Schlusssatzes zu den protokollierten Hinweisen im Ereignisfenster. Herausgeber ist die RZI Software GmbH; der Name im Kopf beider Hilfeseiten, die Support-Adresse läuft unter der Produktlinie cseTools.
  27. ↩ buildingSMART Data Dictionary, „BIM-Taxonomie der Siedlungswasserwirtschaft“, Version 0.2, Eigentümer buildingSMART Deutschland, Status Vorschau, Freigabe 09.12.2025, 267 Klassen, eigener Abruf und Auszählung am 11.08.2026. Die Taxonomie steht unter CC BY-NC-ND 4.0; ein Auszug ist damit nicht gedeckt, deshalb stehen hier nur Name, Version, Klassenzahl und Lizenz. Dazu die Nichtauffindbarkeit: Ein offizielles, veröffentlichtes Mapping zwischen dem Kanalformat und IFC war am 11.08.2026 nicht auffindbar; gesucht wurde bei den BFR Abwasser über Materialienseite und Anhang A-7, bei buildingSMART Deutschland über den bSDD-Eintrag und im Leitfaden des BVBS. Gefunden wurde ein Vorhaben der BASt zur semantischen Verknüpfung von OKSTRA und IFC, kein Gegenstück für das Kanalformat.
  28. ↩ REB, Allgemeine Bedingungen für die Anwendung der Verfahrensbeschreibungen, Ausgabe 2012, Abschnitt 3.2 „Datenübernahme“, Seite 3, geführt in der Sammlung der Regelungen für die elektronische Bauabrechnung der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (bis 01.02.2025 Bundesanstalt für Straßenwesen), Stand Februar 2025. Der zitierte Satz ist wörtlich übernommen. Die Ausgabe 2009 liegt im Archivbereich derselben Sammlung und hat denselben Wortlaut unter Abschnitt 2.2. Beide Ausgaben am 18.08.2026 im Volltext geprüft.
  29. ↩ REB-VB 22.013 „Rauminhalte und Oberflächen aus Prismen“, Ausgabe 2012, Kapitel zum Rechenverfahren und Abschnitt 2.1 Datenformat, geprüft am 18.08.2026. Verwendet sind die Beschreibung der Erdkörper zwischen zwei Dreieckshorizonten beziehungsweise zwischen Horizontalebene und Dreieckshorizont, die Bildung der Prismen unter den Dreiecken, die Voraussetzung eines eindeutigen Höhenwerts je Lage mit dem Ausschluss von Überhängen sowie der wörtlich zitierte Satz zum Datenformat OKSTRA-XML der Version 2.016, der zusätzlich in den Bildunterschriften der Abbildungen 5 und 6 steht.
  30. ↩ REB-VB 23.003 „Allgemeine Mengenberechnung“, Ausgabe 2012, Vorwort und Anhang 1, geprüft am 18.08.2026. Verwendet sind die Verpflichtung der Vertragsparteien, sich vor Beginn der Abrechnung über Formelkatalog, Ordnungsrahmen und die Konventionen zum Datenaustausch zu verständigen, der Hinweis auf die im Bereich des Bundesverkehrsministeriums verbindliche „Vereinbarung über die Bauabrechnung“ und die Empfehlung an andere Bereiche, eine Vereinbarung mit gleicher Ergebnisqualität zu treffen, sowie der gleichlautende Satz zur OKSTRA-Version 2.016 als erster Satz von Anhang 1. Abschnitt 5 nennt XML und den Objektkatalog, aber keine Versionsnummer.
  31. ↩ Masterplan BIM Bundesfernstraßen, Praxisdokument „BIM-Anwendungsfälle und rechtliche Rahmenbedingungen“, Version 2.0, Stand Oktober 2021, neu veröffentlicht Juli 2025, geprüft am 14.09.2026. Verwendet ist die Aussage, dass eine modellbasierte Abrechnung zulässig ist, wenn sie vereinbart ist und die geltenden Abrechnungsregeln abbildet. Eine allgemeine Aussage, die modellbasierte Abrechnung sei nicht anerkannt, ist damit nicht zu halten.
  32. ↩ OKSTRA-Pflegestelle, Versionstabelle der Schemaseite und Migrationsdokument, geprüft am 11.08.2026. Verwendet ist der Stand der Version 2.023, Migrationsdokument vom 27.05.2026. OKSTRA ist der Objektkatalog für das Straßen- und Verkehrswesen; der Name ist eine eingetragene Marke und steht im Fließtext ohne Markenzeichen.
  33. ↩ GAEB DA XML, Fachdokumentation zur Version 3.3, Ausgabe 2023-01, Dokument datiert 31.01.2023, aufgestellt vom Gemeinsamen Ausschuss Elektronik im Bauwesen, geprüft am 11.08.2026. Verwendet sind die Zuordnung der Austauschphasen X31 bis X39 zur Mengenermittlung, der Satz „Grundlage sind die REB-VB 23.003 (Ausgaben 1979 und 2009)“, die Aussage in Kapitel 7.1, dass die 2013 bekannt gegebene Ausgabe 2012 für den Datenaustausch mittels X31 keine Anwendung findet, die im Schema zugelassenen Werte REB23003-1979 und REB23003-2009 für das Element MethodDescription, die Aufmaßzeile mit 80 Zeichen fester Länge im Element QTakeoff und das Tiefbaubeispiel mit Haltung und Position.
  34. ↩ Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Sammlung der Regelungen für die elektronische Bauabrechnung des Bundesverkehrsministeriums, Stand Februar 2025, Detailseiten und Archivbereich, geprüft am 18.08.2026. Belegt sind die Ausgabestände 21.013 in der Ausgabe 1979 als aktuelle Fassung sowie 22.013 und 23.003 jeweils in der Ausgabe 2012, im Archivbereich zusätzlich 22.013 (1979) und 23.003 (2009). Die Detailseite zur 23.003 liegt unter dem Dateinamen REB-VB-23-003-2009.html, das verlinkte PDF ist die Ausgabe 2012.
  35. ↩ GAEB im DVA, Fachdokumentationen GAEB DA XML 3.3 vom 30.05.2019 (Archivkopie, auf gaeb.de nicht mehr angeboten), Ausgabe 2021-05 und Ausgabe 2023-01, jeweils Abschnitt 4.6.2, dazu der Änderungskopf des Schemas (GUID-Attribut ab 10.11.2018, Katalogzuordnung ab 29.11.2019), geprüft am 16.09.2026. Die Versionsseite des Herausgebers schreibt die Einführung der Ausgabe 2021-05 zu; die Fachdokumentation schlägt sie. „Referenzierbare Objekte“ steht im Vorwort der Ausgabe 2021-05. Beta 3.4 hat die Ausgabe 2026-03, ein Termin für die Endversion ist nicht veröffentlicht.
  36. ↩ Nichtauffindbarkeit mit Suchweg, Stand 11.08.2026, am 16.09.2026 überholt: Die Hilfe eines Massenberechnungsprogramms (Aufsatz auf AutoCAD und Civil 3D) dokumentiert die Berechnung nach REB-VB 22.013 Ausgabe 2012 mit Prüfdatei und einen OKSTRA-Export der Massenberechnung; als Version nennt sie nur den Import 2.020. Weiterhin nicht auffindbar: ein Nachweis, dass die Verknüpfung von Modellobjekt und Position über die Katalogzuordnung in kommunalen Projekten produktiv genutzt wird. Belegt ist die Möglichkeit im Regelwerk samt Beispiel, nicht die Praxis.
  37. ↩ Nichtauffindbarkeit mit Suchweg, Stand 11.08.2026: der Wortlaut von § 14 VOB/B zur prüfbaren Abrechnung. Drei Direktabrufe, darunter die Ministeriumsseite und zwei Gesetzesportale, liefen ins Leere. Die Prüffähigkeit wird deshalb über die Allgemeinen Bedingungen der REB begründet und die Vertragsordnung nur als Verweis genannt.
  38. ↩ Fachartikel eines Dienstleisters zur Vorbereitung von Geländemodellen für die Maschinensteuerung, abgerufen am 11.08.2026. Verwendet sind die Aufzählung der benötigten Modelldaten (Flächen, Kanten, Achsen, Stationierung, Gefälle, Böschungen, Toleranzen, Höhenbezug), die genannten Datenarten und die Forderung, Freigabe, Modellversion und Zuständigkeit zwischen Bauleitung, Vermessung und Maschinist eindeutig zu regeln. Es ist eine Fachdarstellung eines Anbieters, kein Regelwerk.
  39. ↩ LandXML, Herausgeberseite mit der Schema-Übersicht, geprüft am 11.08.2026: Version 1.2 freigegeben am 29.07.2008 als letzte freigegebene Schemaversion, Version 2.0 seit 2014 als Arbeitsentwurf, Schemakopf zuletzt vom 15.08.2022; beide Angaben am 16.09.2026 am Schema gegengeprüft. Die Verbreitungsaussage stammt aus der Fachzusammenstellung eines Softwarehauses, abgerufen am selben Tag, nach der das Format in Deutschland im Wesentlichen benutzt wird, um Maschinensteuerungen mit Horizonten zu beliefern; eine unabhängige Erhebung dazu war nicht auffindbar, deshalb steht sie hier als Einschätzung.
  40. ↩ Abruf ohne Ergebnis, Stand 11.08.2026. Ein Katalogeintrag nennt eine Spezifikation mit dem Titel „Earth-moving machinery and mobile road construction machinery, Worksite data exchange, Part 4: Worksite topographical data“. Die Seiten des Herausgebers, die Online Browsing Platform und die Komitee-Kataloge antworteten durchgehend mit HTTP 403 hinter einer Schutzabfrage, die Kataloge nationaler Normungsinstitute mit 404 oder reinen Javascript-Trefferlisten. Existenz und Ausgabe bleiben ungeprüft, und es wird keine Aussage zur Anwendung in Deutschland getroffen.