Civil 3D | DGM erstellen: Datengrundlagen und Schritt-für-Schritt-Anleitung

DGM erstellen: Datengrundlagen und Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Digitales Geländemodell (DGM) ist die dreidimensionale Abbildung einer Geländeoberfläche. In Civil 3D wird es als TIN (Triangulated Irregular Network) erstellt, also ein Netz aus Dreiecken, das Vermessungspunkte miteinander verbindet und so die Geländeoberfläche annähert. Das DGM ist der Basisdatensatz für nahezu alle weiteren Planungsschritte: Höhenlinienpläne, Massenermittlungen, Entwässerungskonzepte, Straßenplanung und Bauphasenplanung setzen alle ein DGM voraus.

In diesem Tutorial lernst du vier Wege kennen, ein DGM zu erstellen: von öffentlichen Geodaten über Vermessungsdateien bis hin zu LandXML-Importen. Dabei erfährst du auch, was bei der Triangulation technisch passiert und worauf du bei den verschiedenen Datenquellen achten musst.

Wie eine Triangulation funktioniert und warum die Delaunay-Vermaschung dafür sorgt, dass keine zu spitzen oder zu flachen Dreiecke entstehen, kannst du im interaktiven TIN-Explainer selbst ausprobieren:

▶ TIN-Explainer: Triangulation interaktiv erleben

Schritt 1 Bevor du beginnst: Voraussetzungen prüfen

Bevor du ein DGM anlegst, müssen drei Grundeinstellungen stimmen. Fehler an dieser Stelle führen dazu, dass dein Modell an der falschen Position liegt, die Einheiten nicht passen oder du das Ergebnis nicht findest.

  1. Koordinatensystem der Zeichnung setzen: Öffne eine neue Zeichnung auf Basis der Vorlage _Autodesk Civil 3D (aktuelles Jahr) Deutschland.dwt. Diese Vorlage enthält bereits metrische Einheiten und deutsche Beschriftungsstile. Stelle sicher, dass ein Koordinatensystem zugewiesen ist. In Deutschland ist das typischerweise ein UTM-System (z.B. EPSG:25832 für UTM Zone 32N). Ohne korrektes Koordinatensystem liegen importierte Geodaten am falschen Ort.
  2. Zeichnungseinheiten prüfen: Gib in der Befehlszeile INSUNITS ein und prüfe, ob der Wert auf 6 (Meter) steht. Bei Wert 1 (Zoll) oder 2 (Fuß) werden alle Höhenwerte um den Faktor 3,28 verfälscht.
  3. Projektbrowser kennenlernen: Der Projektbrowser (Toolspace, Registerkarte „Prospector“) ist dein zentrales Navigationsinstrument in Civil 3D. Unter dem Knoten Oberflächen (bzw. „DGMs“) findest du nach der Erstellung dein Geländemodell mit allen Datenquellen, Operationen und Statistiken.
    Screenshot: Projektbrowser
    Projektbrowser in Civil 3D mit dem Knoten Oberflächen
    Der Projektbrowser zeigt alle DGMs unter dem Knoten „DGMs“.
Verweis: Eine ausführliche Anleitung zum Koordinatensystem findest du im Steuerrad-Tutorial „Arbeiten mit Geodaten“.

Schritt 2 Öffentliche Datenquellen nutzen

Nicht jedes Projekt liefert von Anfang an eigene Vermessungsdaten. Für Vorentwürfe, Machbarkeitsstudien oder erste Massenabschätzungen sind öffentliche Geländedaten oft vollkommen ausreichend. Alle 16 Bundesländer stellen inzwischen Höhendaten als Open Data bereit. Die meisten stammen aus Laserscanning-Befliegungen (Lidar) und haben eine Auflösung von 1 Meter (DGM1) oder besser.

Die Abweichungen zu echten Vermessungen sind in der Regel gering, typischerweise unter 10 cm in offenem Gelände. Für Bereiche mit dichter Vegetation oder Bebauung können die Abweichungen größer sein, weil das Laserscanning die Geländeoberfläche durch Baumkronen hindurch nur interpoliert.

Bundesland Portal Auflösung Format EPSG
Bayern OpenData Bayern DGM1, DGM5 XYZ, GeoTIFF 25832
Thüringen Geoportal Thüringen DGM2, DGM10 XYZ 25832
Nordrhein-Westfalen OpenGeodata.NRW DGM1, DGM5 XYZ, GeoTIFF 25832
Niedersachsen LGLN OpenGeodata DGM1, DGM5 XYZ, LAZ 25832
Sachsen GeoSN OpenData DGM2, DGM5 XYZ 25833

Eine vollständige Übersicht aller 16 Bundesländer mit Direktlinks, Filteroptionen und Lizenzangaben findest du im spezialisierten Tool:

▶ Open-Data-Finder: Alle 16 Bundesländer im Überblick
DGM-Daten aus dem BayernAtlas beziehen: Schritt für Schritt.
DGM-Daten aus dem Geoportal Thüringen herunterladen.

Topografische Karten als Alternative

Wenn du nur grobe Höheninformationen benötigst, etwa für ein Versorgungsschema oder eine erste Gefälleabschätzung, sind interaktive topografische Karten eine schnelle Lösung. Diese zeigen Maximal- und Minimalhöhen im aktuellen Kartenausschnitt. Ein DGM bekommst du daraus nicht, aber einen schnellen Überblick über die Topografie.

Topografische Karten eignen sich, wenn du noch nicht weißt, ob sich eine vertiefte Planung überhaupt lohnt, etwa bei der Standortbewertung für ein neues Baugebiet.

Topografische Karten liefern grobe Höheninformationen für erste Einschätzungen.
Wichtig: Öffentliche DGM-Daten ersetzen keine projektbezogene Vermessung. Für die Detailplanung (Ausführungsplanung, Mengenermittlung für die Abrechnung) benötigst du immer aktuelle Vermessungsdaten mit bekannter Genauigkeit.

Schritt 3 Welche Datenquelle passt zu deinem Projekt?

Je nachdem, welche Daten du vorliegen hast, wählst du einen der folgenden Wege. Du musst nicht alle Abschnitte lesen. Spring direkt zum passenden Abschnitt.

Was hast du? Diesen Weg nutzen Abschnitt
Punkte bereits in der DWG (AutoCAD-Punkte mit Z-Höhe) Zeichnungsobjekte als Datenquelle AutoCAD-Punkte
Vermessungspunkte als TXT/CSV vom Vermesser Punktdatei importieren Punktdateien
3D-Polylinien (Höhenlinien, Geländekanten) Zeichnungsobjekte als Datenquelle 3D-Polylinien
LandXML-Datei von Kollegen oder Behörde LandXML importieren LandXML
Öffentliche Geodaten (XYZ-Dateien der Landesämter) Punktdatei importieren Punktdateien

Weg A DGM aus AutoCAD-Punkten erstellen

Wenn deine Vermessungspunkte bereits als AutoCAD-Punkte in der Zeichnung liegen, also als Punkt-Objekte mit einer Z-Koordinate, ist dieser Weg der schnellste. Civil 3D liest die XYZ-Koordinaten aus und verbindet die Punkte zu einem Dreiecksnetz. Dabei verwendet Civil 3D die Delaunay-Triangulation: ein mathematisches Verfahren, das die Punkte so verbindet, dass möglichst gleichmäßige Dreiecke entstehen und keine Punkte innerhalb eines Dreiecks-Umkreises liegen.

Tipp: Lege deine Vermessungspunkte vor der DGM-Erstellung auf einen eigenen Layer. Das erleichtert die Auswahl und verhindert, dass versehentlich andere Punkte (z.B. Konstruktionspunkte) ins DGM gelangen.
  1. Öffne deine Zeichnung mit den vorhandenen Punkten. Stelle sicher, dass die Punkte Z-Höhen haben (prüfe mit EIGENSCHAFTEN → Position Z).
  2. Navigiere in der Registerkarte Start → Bereich Geländedaten erstellenDGMs (Flyout-Menü) → DGM erstellen.
    Screenshot anzeigen
    Flyout-Menü DGM erstellen in Civil 3D
    Das Flyout-Menü unter „Geländedaten erstellen“ bietet Zugang zur DGM-Erstellung.
  3. Im Dialogfeld wählst du Trianguliertes DGM, vergibst einen aussagekräftigen Namen (z.B. „Bestand_Feldweg“) und bestätigst mit OK. Der Layer kann zunächst auf der Vorgabe bleiben.
    Screenshot anzeigen
    Dialogfeld DGM erstellen
    Im Dialogfeld vergibst du Name und Typ des neuen DGMs.
  4. Ein leeres DGM wurde erstellt. Du findest es im Projektbrowser unter DGMs.
  5. Wähle das DGM im Projektbrowser mit Linksklick aus, dann RechtsklickAuswählen. Die Multifunktionsleiste wechselt zur kontextbezogenen Registerkarte.
  6. Klicke auf Daten hinzufügenZeichnungsobjekte.
    Screenshot anzeigen
    Kontextbezogene Registerkarte nach Auswahl des DGMs
    Nach dem Auswählen des DGMs erscheint die kontextbezogene Registerkarte mit allen DGM-Befehlen.
  7. Im Dialogfeld wählst du als Objekttyp den Eintrag Punkte. Die optionale Beschreibung hat keinen Einfluss auf die Berechnung.
    Screenshot anzeigen
    Objekttyp Punkte auswählen
    Als Objekttyp „Punkte“ auswählen. So erkennt Civil 3D die AutoCAD-Punkte als Datenquelle.
  8. Das Dialogfeld schließt sich. Wähle mit dem Cursor die gewünschten Punkte aus. Wenn alle Punkte auf einem Layer liegen, kannst du schnell alle markieren.
    Screenshot anzeigen
    Punkte in der Zeichnung auswählen
    Punkte im Zeichnungsbereich markieren. Ein separater Layer erleichtert die Auswahl.
  9. Schließe die Auswahl mit Rechtsklick oder Eingabetaste ab. Civil 3D berechnet die Triangulation und zeigt das Ergebnis als Dreiecksnetz.
    Screenshot anzeigen
    Befehlszeile zeigt Anzahl der gefundenen Punkte
    Die Befehlszeile bestätigt, wie viele Punkte gefunden wurden.
  10. Speichern nicht vergessen.

Weg B DGM aus Punktdateien erstellen

Der häufigste Workflow in der Praxis: Der Vermesser liefert eine Punktdatei (CSV, TXT, XYZ) und du importierst sie direkt als DGM-Datenquelle. Auch die öffentlichen Geodaten der Landesämter (z.B. DGM1 aus Bayern oder NRW) kommen als Punktdateien. Der Ablauf ist identisch.

Der entscheidende Punkt beim Import ist die Formatdefinition: Civil 3D muss wissen, in welcher Reihenfolge die Spalten angeordnet sind und welches Trennzeichen verwendet wird. Wenn die Formatdefinition nicht stimmt, werden Punktnummern als Koordinaten interpretiert, und dein DGM landet irgendwo im Nichts.

  1. Erstelle ein neues DGM wie in den Schritten 1–4 des vorherigen Abschnitts beschrieben (oder verwende ein bestehendes leeres DGM).
  2. Wähle das DGM im Projektbrowser aus → RechtsklickAuswählen.
  3. In der kontextbezogenen Registerkarte klicke auf Daten hinzufügenPunktdateien.
    Screenshot anzeigen
    Kontextbezogene Registerkarte mit Daten hinzufügen
    Über „Daten hinzufügen → Punktdateien“ importierst du externe Vermessungsdaten.
  4. Im Importfenster klicke auf das grüne Plus-Symbol, navigiere zu deiner Datei und bestätige mit „Öffnen“.
    Screenshot anzeigen
    Punktdatei im Import-Dialog auswählen
    Im Importfenster wählst du deine Punktdatei über das grüne Plus-Symbol aus.
  5. Civil 3D lädt die Datei in die Vorschau. Prüfe die Vorschau sorgfältig. Wenn die Werte unsinnig erscheinen (z.B. Rechtswerte unter 1000), stimmt die Formatdefinition nicht.
  6. Wähle die passende Formatdefinition aus (siehe Tabelle unten). Für eine Datei mit Aufbau „Punktnummer, Rechtswert, Hochwert, Höhe“ wähle PRHZ (Komma getrennt).
    Screenshot anzeigen
    Formatdefinition für die Punktdatei
    Die richtige Formatdefinition ist entscheidend: Hier PRHZ (Komma getrennt).
  7. Prüfe die Vorschau erneut. Die Koordinaten sollten jetzt plausibel sein (Rechtswerte im Bereich 200.000–900.000, Hochwerte um 5.000.000–6.000.000 für UTM).
    Screenshot anzeigen
    Korrekte Vorschau der importierten Punktdatei
    Die Vorschau zeigt plausible Koordinaten. Der Import kann gestartet werden.
  8. Die Erweiterten Optionen kannst du in der Regel auf den Vorgabewerten belassen. Die Option „Nach Möglichkeit Höhe anpassen“ greift nur, wenn deine Datei zusätzliche Stärkenwerte enthält.
    Screenshot anzeigen
    Erweiterte Optionen beim Punktdatei-Import
    Die erweiterten Optionen können in der Regel auf den Vorgabewerten bleiben.
  9. Bestätige mit OK. Civil 3D erstellt die Triangulation.
    Screenshot anzeigen
    Panoramafenster nach DGM-Erstellung
    Nach dem Import zeigt das Panoramafenster die verarbeiteten Punkte.

Formatdefinitionen verstehen

Die Formatdefinition teilt Civil 3D mit, wie deine Punktdatei aufgebaut ist. Die Buchstaben stehen für die Spaltenreihenfolge, das Trennzeichen gibt an, wie die Werte getrennt sind.

Kürzel Spaltenfolge Typische Quelle
PRHZ Punktnummer, Rechtswert, Hochwert, Höhe Deutsche Vermesser (häufigster Fall)
PNEZD Point, Northing, Easting, Elevation, Description Internationale Vermessungsdaten
RHZ Rechtswert, Hochwert, Höhe (ohne Punktnummer) Öffentliche DGM-Daten (XYZ-Dateien der Landesämter)
PENZD Point, Easting, Northing, Elevation, Description Manche GPS-Exporte
Tipp: Öffne deine Punktdatei vorab in einem Texteditor und prüfe die erste Zeile. So erkennst du sofort die Spaltenreihenfolge und das Trennzeichen (Komma, Semikolon oder Leerzeichen).

Weg C DGM aus 3D-Polylinien erstellen

Wenn deine Höhendaten als 3D-Polylinien vorliegen, etwa Höhenlinien aus einem Geoinformationssystem, Geländekanten aus einer anderen CAD-Software oder digitalisierte Höhenlinienkarten, kannst du diese ebenfalls als DGM-Datenquelle verwenden.

Der Ablauf ähnelt dem bei AutoCAD-Punkten, mit einem wichtigen Unterschied: 3D-Polylinien werden von Civil 3D als Bruchkanten interpretiert, nicht als einzelne Punkte. Das bedeutet, dass die Dreiecke entlang der Polylinien ausgerichtet werden, sodass scharfe Geländekanten im Modell erhalten.

  1. Erstelle ein neues DGM oder verwende ein bestehendes.
  2. Wähle das DGM im Projektbrowser aus → RechtsklickAuswählen.
  3. In der kontextbezogenen Registerkarte: Daten hinzufügenZeichnungsobjekte.
  4. Als Objekttyp wähle 3D-Polylinien (nicht „Punkte“).
  5. Wähle die gewünschten Polylinien in der Zeichnung aus und bestätige mit Rechtsklick.
  6. Civil 3D trianguliert die Stützpunkte der Polylinien und richtet die Dreiecke entlang der Linien aus.
Achtung: Die 3D-Polylinien müssen tatsächliche Z-Höhen besitzen. Wenn alle Stützpunkte bei Z=0 liegen, entsteht ein flaches DGM ohne Höheninformation. Prüfe die Z-Werte vorher mit dem Befehl EIGENSCHAFTEN.

Weg D DGM aus LandXML importieren

LandXML ist ein offenes XML-basiertes Austauschformat für Vermessungs- und Tiefbaudaten. Wenn du ein fertiges Geländemodell von Kollegen, Behörden oder aus einer anderen Civil-3D-Zeichnung erhältst, kommt es häufig als LandXML-Datei. Der Vorteil: Das Modell wird inklusive aller Bruchkanten und Begrenzungen übertragen. Du importierst also ein fertiges DGM, nicht nur Rohdaten.

  1. Öffne eine neue oder bestehende Zeichnung.
  2. Navigiere zu EinfügenLandXML importieren (oder gib LANDXMLIMPORT in die Befehlszeile ein).
  3. Wähle die LandXML-Datei aus und bestätige.
  4. Im Importdialog siehst du, welche Objekte die Datei enthält (DGMs, Achsen, Parzellen). Wähle die gewünschten Oberflächen aus.
  5. Bestätige mit OK. Das DGM erscheint in der Zeichnung und im Projektbrowser.
LandXML enthält Wird importiert
Punkte mit Koordinaten und Höhen Ja, als DGM-Punkte
Dreiecksvermaschung (TIN-Definitionen) Ja, exakte Dreiecksstruktur
Bruchkanten Ja, als Bruchkanten-Operationen
DGM-Stile und Darstellungseinstellungen Nein, übernimmt die Stile der Zielzeichnung
Operationsreihenfolge Nein, wird beim Import neu berechnet
LandXML-Import: Ein fertiges DGM in wenigen Klicks übernehmen.

Optimierung DGM-Leistung optimieren

Jetzt, wo du dein erstes DGM erstellt hast, wirst du bei größeren Datensätzen feststellen, dass die Zeichnung spürbar langsamer wird. Öffentliche DGMs im 1-Meter-Raster enthalten schnell mehrere Hunderttausend Punkte. Das ist viel mehr, als du für deinen Planungsbereich brauchst. Zwei Maßnahmen helfen sofort:

Außenbegrenzung setzen

Eine Außenbegrenzung definiert den Gültigkeitsbereich deines DGMs. Dreiecke außerhalb dieser Grenze werden nicht dargestellt und nicht berechnet. Das spart Rechenzeit und macht die Darstellung übersichtlicher.

  1. Zeichne eine geschlossene Polylinie um deinen Planungsbereich. Lass etwas Puffer (50–100 m), damit Randdreiecke nicht in den relevanten Bereich hineinragen.
  2. Wähle dein DGM im Projektbrowser aus → RechtsklickAuswählen.
  3. In der kontextbezogenen Registerkarte: Daten hinzufügenBegrenzungen.
  4. Wähle Außenbegrenzung als Typ.
  5. Wähle die geschlossene Polylinie aus.
  6. Bestätige. Das DGM wird auf den umgrenzten Bereich beschnitten.
Außenbegrenzung setzen: Das DGM auf den relevanten Bereich beschneiden.

DGM vereinfachen

Der Vereinfachen-Befehl reduziert die Anzahl der Punkte und Dreiecke, indem er Punkte entfernt, die wenig zur Genauigkeit beitragen. Das ist nützlich für Übersichtsmodelle, bei denen du eine grobe Geländeform brauchst, nicht aber zentimetergenaue Details.

Achtung: Vereinfachen verändert die Höhenwerte deines DGMs, und zwar irreversibel innerhalb der Operation. Verwende diese Funktion nur bei Übersichtsmodellen, nicht bei Modellen, auf denen du Massenermittlungen oder Detailplanungen durchführst.
DGM vereinfachen: Weniger Punkte, schnellere Darstellung, aber auf Kosten der Genauigkeit.
Neu ab Civil 3D 2025: Detailstufen (LOD) pro DGM einstellen. Damit kannst du verschiedene Auflösungsstufen definieren, ohne das Modell selbst zu verändern. Die höchste Detailstufe bleibt für Berechnungen erhalten, während die Darstellung beim Herauszoomen automatisch vereinfacht wird.
Kontrollpunkt: Dein DGM sollte jetzt im Projektbrowser unter „DGMs“ sichtbar sein. Klicke es an und öffne die DGM-Eigenschaften → Registerkarte „Statistik“: Stimmt die Punktanzahl? Liegt der Höhenbereich im plausiblen Bereich (keine Null- oder Extremwerte)?

Dein DGM sieht jetzt vermutlich wie ein Wirrwarr aus Dreiecken aus. Das ist völlig normal. In Teil 2 lernst du, wie du die Darstellung anpasst, Bruchkanten für scharfe Geländekanten setzt und das Modell gezielt bearbeitest.

Fällt dir auf, dass Geländekanten (Böschungen, Gräben, Fahrbahnränder) im Modell „verschleift“ wirken? Das liegt daran, dass die Triangulation noch keine Bruchkanten kennt. Auch das kommt in Teil 2.

Sieht dein DGM anders aus als erwartet? Spitzen, Zacken oder fehlende Bereiche deuten auf typische Anfängerfehler hin. Wirf einen Blick in die DGM-Fehlerbehebung.