Diese Seite hilft, wenn ein Profilkörper nicht das tut, was er soll: Die Böschung bindet nicht ans Gelände an, das Volumen ist unplausibel, das Querprofil zeigt nur Gelände, oder der Graben folgt dem Gelände oder dem Gefälle nicht. Der Entscheidungsbaum führt direkt zum passenden Fall; wer den Überblick sucht, findet alle Fälle in den Galerien darunter. Der Rohrgraben hat einen eigenen Baum, weil dort andere Fragen zählen.
Die meisten Probleme lassen sich auf wenige Fragen zurückführen: Ist das Oberflächenziel gesetzt? Gibt es eine abgeleitete Oberfläche und eine äußere Begrenzung? Sind beim Querprofil DGM und Profilkörper als Datenquellen dabei? Und beim Graben: folgt die Sohle einem Höhenziel?
Grunddiagnose: Erst die Ereignisanzeige lesen, sie protokolliert fehlende Ziele und Baufehler. Dann prüfen, ob das Oberflächenziel an allen Böschungen sitzt und die Häufigkeit in Kurven fein genug ist. Bei falschem Volumen fehlt fast immer die abgeleitete Oberfläche oder die äußere Begrenzung. Bei leeren Querprofilen fehlt der Profilkörper als Datenquelle. Nach jeder Korrektur den Profilkörper neu erstellen.
Schnellhilfe Entscheidungsbaum: „Mit dem Profilkörper stimmt etwas nicht“
Diagnose: Der Profilkörper steht, aber die Böschung endet frei über dem Gelände. In der Ereignisanzeige steht meist sinngemäß, dass keine Zielobjekte gefunden wurden. Das Oberflächenziel ist nicht zugewiesen.
Lösung: Über Anschluss zuweisen, Registerkarte DGM, der Böschung das Bestands-DGM als Oberflächenziel geben und den Profilkörper neu erstellen. Ein Oberflächenziel nimmt nur ein DGM an, keine Linie.
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Anbindung nur abschnittsweise (Ziel bei einer Böschung vergessen)
Diagnose: Die Böschung bindet nur in einem Teil der Strecke an. Bei mehreren Böschungen oder mehreren Bereichen wurde eine Zuweisung ausgelassen, oft die mittlere.
Lösung: Alle Böschungen und Bereiche im Dialog Anschluss zuweisen durchgehen, oder mit DGM für alle DGM-Ziele auswählen allen auf einen Schlag das DGM geben. Keine Zeile in der Zielliste leer lassen, dann neu erstellen.
3
Ein Bereich baut nichts (Bereich ohne Querschnitt)
Diagnose: An einem Stationsabschnitt fehlt der Körper ganz, davor und dahinter ist er da. Dem Bereich ist kein oder ein leerer Querschnitt zugewiesen.
Lösung: In den Bereichsparametern dem betroffenen Bereich einen Querschnitt zuweisen. Prüfen, ob die Anfangs- und Endstationen der Bereiche lückenlos aneinander anschließen. Wer in der Oberfläche 3D-Profilkörper erstellen mehrere Basislinien anlegt, aber eine davon ohne Bereich lässt, bekommt genau diese Lücke: Jede Basislinie braucht mindestens einen Bereich mit Querschnitt.
4
Kurve wird kantig, Volumen falsch (Häufigkeit zu grob)
Diagnose: In der Kurve wirkt der Rand als Polygonzug, die Böschung trifft das Gelände nicht sauber, und das Volumen weicht ab. Das Bogen-Intervall ist zu groß.
Lösung: Im Dialog Intervall für Querschnitte das Intervall entlang Bögen und Übergangsbögen verkleinern (etwa 5 m oder enger). An Krümmungshauptpunkten zusätzlich einzelne Stationen setzen, dann neu erstellen.
5
Zwei Querschnitte in einem Querprofil (Bereichsgrenze)
Diagnose: An einer Bereichsgrenze zeigt das Querprofil zwei überlagerte Profillinien. Zwei Bereiche enden und beginnen bei exakt derselben Station.
Lösung: Eine kleine Lücke von 0,01 m zwischen den Endstationen der beiden Bereiche lassen, damit an der Grenze nur ein Querschnitt gilt. Danach neu erstellen.
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Profilkörper-DGM löchrig oder überschießend (keine Begrenzung)
Diagnose: Das Profilkörper-DGM reicht weit über die Straße hinaus oder zeigt Löcher. Es trianguliert über den Böschungsfuß, weil die äußere Begrenzung fehlt.
Lösung: Registerkarte Grenzlinien, Rechtsklick auf die Oberfläche, Automatisch hinzufügen, Bereich Profilkörperausdehnung, Verwendungsart Äußere Begrenzung. Für jede abgeleitete Oberfläche.
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Volumen falsch oder null (keine abgeleitete Oberfläche)
Diagnose: Die Massen sind leer oder unplausibel. Es wurde keine Oberfläche aus dem Profilkörper abgeleitet, oder es werden die falschen Oberflächen verglichen, oder die Begrenzung fehlt.
Lösung: Eine Oberfläche ableiten (in der Regel die Oben-Oberfläche, für ein reines Erdbau-Volumen die Datum- oder Planum-Oberfläche), begrenzen und als Vergleichsoberfläche gegen das Bestands-DGM setzen. Ohne diese Fläche kann kein Volumen entstehen.
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Ein Querprofil stürzt auf Höhe 0 (fehlendes Ziel an einer Station)
Diagnose: An einer Station fällt ein Bestandteil senkrecht auf die Grundlinie, das DGM zeigt dort eine Stufe. Meist fehlt an dieser Station das Ziel, oder die Neigung ist zu steil.
Lösung: Die Ziele prüfen, an der betroffenen Station eine zusätzliche Station einfügen (Häufigkeit erhöhen) und den Geländeanschluss kontrollieren. Bei sprunghafter Versatzänderung die Häufigkeit erhöhen. Statt den ganzen Körper umzustellen, lässt sich der Böschungs- oder Anschlussparameter gezielt an genau dieser Station im Querprofil-Editor überschreiben (Registerkarte 3D-Profilkörper, Gruppe Ändern, Querprofil-Editor, Station wählen, Parameter-Editor). Wie das Schritt für Schritt geht, zeigt Tutorial 6.
9
Profilkörper verschwindet nach dem Neu-Erstellen
Diagnose: Nach dem Neu-Erstellen ist der Körper weg. Eine Basislinien-Referenz wurde gelöscht oder umbenannt, meist die Achse, der Längsschnitt oder der Querschnitt.
Lösung: Die Referenzen der Basislinie und der Bereiche prüfen und die fehlende Zutat neu zuweisen. Bei Mehrzeichnungsprojekten die Datenverknüpfung (Data Shortcut) kontrollieren.
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Querprofil zeigt nur Gelände (Profilkörper nicht als Datenquelle)
Diagnose: Das Querprofil zeigt nur die Geländelinie, keine Straße, und die Massen bleiben leer. Bei der Querprofillinien-Gruppe wurde nur das DGM als Datenquelle gewählt.
Lösung: Die Datenquellen öffnen und über Weitere Datenquellen berücksichtigen auch den Profilkörper oder das Profilkörper-DGM aktivieren, dann die Querprofile aktualisieren.
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Materialmengen leer oder falsch (Codes nicht zugeordnet)
Diagnose: Der Mengenbericht zeigt 0 m³ oder unplausible Werte. Das Mengenermittlungskriterium ordnet die Materialien den Profilartcodes nicht zu, oder die Profilartcodes fehlen im Querschnitt.
Lösung: Das Kriterium mit den korrekten Materialformen einrichten und die Profilartcodes im Querschnitt prüfen. Das ist die direkte Klammer zur Code-Arbeit aus dem Querschnitts-Kapitel.
Diagnose: Der Profilkörper zeigt keine Stationslinien und modelliert die Bereiche nicht richtig. Das erste Element des Querschnitts ist ein bedingter Bestandteil.
Lösung: Als erstes nicht-bedingtes Element einen Markierungspunkt (MarkPoint) oder eine 0-Längen-Verknüpfung an die Basislinie setzen, dann bauen die bedingten Bestandteile korrekt auf.
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Übergang zwischen Bereichen springt (harter Sprung)
Diagnose: An der Bereichsgrenze springt die Breite oder Neigung hart. Zwei Bereiche mit unterschiedlichen Querschnitten oder Parametern stoßen ohne Übergang aneinander.
Lösung: Für eine weiche Aufweitung ein Breitenziel (Achsparallele) setzen, oder die Übergänge (Transitions) nutzen, die Entwurfswerte über die Station interpolieren.
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Schichtmengen fehlen im Bericht (falsches Stylesheet)
Diagnose: Der Materialbericht zeigt für die Schichten 0 oder gar keine Zeilen, obwohl Kriterium, Profilartcodes und Objektzuordnung korrekt sind. Die Erdmassen im selben Dialog stimmen. Ursache ist das Stylesheet: Es steht auf Earthwork.xsl, das liefert nur Auftrag und Abtrag.
Lösung: Im Dialog Mengen melden das Stylesheet von Hand auf Select Material.xsl umstellen und die passende Materialliste wählen, die mit den Schichten-Materialien. Für Erdmassen bleibt Earthwork.xsl richtig, für Schichten brauchst du das andere Stylesheet, beides zusammen geht nicht in einem Bericht.
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Elementkante nicht anklickbar (Füllung deckt sie ab)
Diagnose: Beim Klick auf eine Kante direkt am Profilkörper, etwa für Elementkanten aus 3D-Profilkörper extrahieren oder Achse aus 3D-Profilkörper erstellen, meldet Civil 3D Das ausgewählte Objekt ist keine 3D-Profilkörper-Elementkante, obwohl die Kante klar sichtbar am Körper liegt. Der Klick landet auf der durchgehenden Flächenfüllung von Bankett, Böschung oder Fahrbahn, die im aktuellen Codestilsatz über der Elementkante liegt und sie für die Auswahl blockiert. Das passiert unabhängig davon, ob die Kante schon einmal extrahiert wurde.
Lösung: Den Codestilsatz des Profilkörpers auf _Keine Darstellung umstellen, dann zeigt der Körper nur noch die Elementkanten selbst statt der Flächenfüllung, und die Kante lässt sich anklicken. Nach der Auswahl den ursprünglichen Codestilsatz bei Bedarf wieder einstellen.
Grabensohle folgt dem Verlauf nicht (falscher oder kein Geländelängsschnitt zugewiesen)
Diagnose: Der Graben bleibt auf konstanter Höhe, statt dem Gelände oder dem Leitungsgefälle zu folgen. Ursache ist meist das der Basislinie zugewiesene Profil: Es ist nicht der aktuelle Geländelängsschnitt aus dem Bestands-DGM, sondern ein flaches oder falsch positioniertes Profil.
Lösung: Den aktuellen Geländelängsschnitt aus dem Bestands-DGM ableiten (Kapitel 03, Befehl Längsschnitt aus DGM erstellen) und als Profil der Basislinie zuweisen. Damit folgt die Grabensohle wieder dem Verlauf.
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Grabenwand bindet nicht ans Gelände an (geböschter Graben)
Diagnose: Beim geböschten Graben schwebt der Böschungslink der Grabenwand, es entsteht kein Böschungsfuß an der Geländekante. Dieselbe Falle wie beim Geländeanschluss der Straße, nur invertiert.
Lösung: Der Grabenwand auf der Registerkarte DGM das Bestands-DGM als Oberflächenziel geben. Beim verbauten Graben mit senkrechten Wänden ist das nicht nötig, dort dient das DGM nur als Höhen- und Mengenreferenz.
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Grabenwände überschneiden sich bei flachem Graben (Bowtie)
Diagnose: Bei geringer Grabentiefe oder engem Radius überschneiden sich die beiden Grabenwand-Links und bilden eine Schleife (Bowtie). Häufigkeit oder Geometrie passen bei kleiner Tiefe nicht.
Lösung: Die Häufigkeit erhöhen und Tiefe, Breite und Böschungsneigung prüfen. Ein flacher, geböschter Graben braucht entweder mehr Tiefe oder eine flachere Neigung, damit sich die Wände nicht kreuzen.
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Bettung und Verfüllung fehlen als getrennte Menge
Diagnose: Der Mengenbericht kennt nur eine Aushubmenge, Bettung und Verfüllung fehlen getrennt. Die Schüttungsschichten sind nicht als eigene Profilarten codiert, oder das Mengenkriterium ordnet ihre Codes nicht zu.
Lösung: Die Schichten-Parameter im Graben-Bestandteil aktivieren und die Profilartcodes von Bettung und Verfüllung im Mengenermittlungskriterium eigenen Materialien zuordnen. Dann erscheinen Aushub, Bettung und Verfüllung getrennt.
20
Grabenbreite passt nicht zum Rohr (Kanalnetz-Kopplung)
Diagnose: Der Graben ist zu schmal oder zu breit, das Rohr passt nicht sauber hinein. Die Breite ist weder als Breitenziel noch über die Kanalnetz-Kopplung mit Mindestüberdeckung gesteuert.
Lösung: Die Breite fest passend zum Rohr setzen oder an eine Achse oder das Kanalnetz koppeln (Zieltyp Versatz beziehungsweise der Kanalnetz-Versatz bei GrabenHaltung2). Dann folgt die Breite dem Rohrdurchmesser plus Überdeckung.
QS Checkliste: Profilkörper-Qualitätssicherung
Diese Liste eignet sich als Schluss-Check, bevor der Profilkörper und seine Auswertung freigegeben werden. Ein Klick markiert einen Punkt als erledigt. Zum Ausdrucken auf Drucken klicken.
Achse, Längsschnitt (Gradiente) und Querschnitt dem Profilkörper zugewiesen?
Bereiche definiert, pro Stationsbereich der passende Querschnitt, Stationen lückenlos?
Häufigkeit sinnvoll (Tangenten 10 bis 25 m, Bögen und Übergangsbögen enger), Kurven nicht facettiert?
Oberflächenziel (Bestands-DGM) für die Böschung gesetzt, bindet die Böschung an?
Ziele bei allen Böschungen und Bereichen zugewiesen, keine mittlere vergessen?
Breiten- oder Höhenziel gesetzt, falls eine Aufweitung oder Rampe nötig ist?
Profilkörper in 3D-Ansicht und Querprofil geprüft, keine Lücken, keine schwebenden Böschungen?
Oben-Oberfläche abgeleitet (Fahrbahn, Bankett, Böschung mit den jeweils richtigen Verknüpfungscodes)?
Bei Bedarf: Datum- oder Planum-Oberfläche für ein reines Erdbau-Volumen ohne Straßenaufbau abgeleitet?
Äußere Begrenzung auf allen Profilkörper-DGMs gesetzt, kein löchriges oder überschießendes DGM?
Volumen gegen das Bestands-DGM berechnet und plausibilisiert (Streckenfläche mal mittlere Tiefe)?
Querprofillinien-Gruppe mit DGM UND Profilkörper als Datenquellen geschnitten, nicht nur Gelände?
Querprofilpläne erzeugt und Materialmengen ermittelt (Profilartcodes korrekt zugeordnet)?
Beim Leitungsgraben: aktueller Geländelängsschnitt als Profil zugewiesen, damit der Graben dem Verlauf folgt?
Beim geböschten Graben: Grabenwand mit Oberflächenziel ans DGM angebunden (beim verbauten Graben nicht nötig)?
Bettung und Verfüllung als eigene Profilarten codiert und im Mengenkriterium zugeordnet, Zeichnung gespeichert?